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NSW-Team nutzt Technik des DLR auf Forschungsfahrt

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NSW-Team nutzt Technik des DLR auf Forschungsfahrt

28.09.2021

Das „North Sea Wrecks“-Team war zu einer weiteren Forschungsausfahrt in der Nordsee unterwegs. Dank technischer Unterstützung vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) konnte detailgetreues Bildmaterial von vier Wracks gewonnen werden.

Sie waren wieder auf See: Die Forschenden vom Projekt „North Sea Wrecks“ (NSW), die untersuchen, welche Gefahren von alter Weltkriegsmunition am Grund der Nordsee ausgeht und inwieweit die austretenden Stoffe eventuell Mensch und Tier beeinträchtigen. Vom 17. bis 22. September 2021 steuerte das Forschungsschiff des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) - die FS HEINCKE - ein Seegebiet um Helgoland an und nahm Proben von den Kreuzern SMS MAINZ, SMS ARIADNE und SMS HELA aus dem Ersten Weltkrieg sowie vom Sperrbrecher FRIESLAND aus dem Zweiten Weltkrieg. Zusätzliche Proben wurden aus einem nicht kontaminierten Gebiet vor Borkum genommen.

Anders als bei der ersten Ausfahrt im April 2021 war dieses Mal kein Tauchteam an Bord. Unterstützung kam von einem neuen Partner, dem DLR. Das DLR-Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen mit Sitz im Fischereihafen in Bremerhaven schickte Dr. David Heuskin und sein Team mit zwei Tauchrobotern an Bord. Als autonome Unterwasserfahrzeuge waren die „Seekatze“ (AUV) und der Videoroboter (ROV) auch bei schlechten Sichtverhältnissen der Nordsee zielsicher am Meeresgrund unterwegs und erzeugten genaue Bilder, Scans und Videos. „Durch den Einsatz auf hoher See konnten wir detaillierte Betriebserfahrungen unserer Messfahrzeuge sammeln. So planen wir, die Sensoren unserer Tauchroboter weiterzuentwickeln, um noch bessere hochaufgelöste Bilddaten über Objekte unter Wasser zu erlangen“, sagt Heuskin. Von diesen lassen sich neue Erkenntnisse über den Zustand der Wracks ableiten, wie sie bisher nicht möglich waren.

„Dieses Mal war mit dem DLR-Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen in Bremerhaven ein neuer Kooperationspartner mit an Bord und unterstützte die Forschungsarbeiten des NSW-Projekts mit einem AUV und einem ROV. Mit den Tauchrobotern konnte sehr nahe an die Wracks herangefahren werden, was uns sehr gutes und neues Bildmaterial über den Zustand der Wracks liefert. Durch die viel besseren Wetterverhältnisse als bei der letzten Ausfahrt im April konnten dieses Mal insgesamt vier Wracks angefahren und beprobt werden“, fasst Dr. Sven Bergmann, Projektleiter des NSW-Teams und Kulturanthropologe am Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte, die Arbeit an Bord der HEINCKE zusammen. „Dieses Daten- und Probenmaterial hätten wir gerne schon vor eineinhalb Jahren gehabt, als coronabedingt die ersten Expeditionen abgesagt werden mussten. Durch die Ergebnisse dieser Fahrt sind wir aber sehr gut für die verbleibende Projektzeit aufgestellt“, resümierte der wissenschaftliche Fahrtleiter und Meeresbiologe Dr. Matthias Brenner vom AWI die Ausfahrt.

Erkenntnisse des Projekts stellt die mobile Wanderausstellung „Toxic Legacies of War: North Sea Wrecks“ dar. Sie tourt bis September 2022 durch Deutschland, Dänemark, die Niederlande, Norwegen und Belgien. Die nächste Station ist vom 23. bis 25. November die North Sea Interreg Conference im belgischen Brügge. Geplant sind weitere Stopps bei Veranstaltungen, die sich schwerpunktmäßig mit Meeresforschung und Meeresschutz beschäftigen.
 
Über das Projekt „North Sea Wrecks"

North Sea Wrecks ist ein europäisches, interdisziplinäres Projekt mit einem Budgetrahmen von vier Millionen Euro, das von der EU über das Programm Interreg gefördert wird. Es wird vom DSM koordiniert und läuft seit 2018 bis 2023. Involviert sind neben dem DSM acht Projektpartner aus fünf Ländern. Als Partner sind beteiligt: Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (Deutschland); Vlaams Instituut voor de Zee (Belgien); Aarhus University - Department of Geoscience (Dänemark); Stichting NHL Stenden Hogeschool – Maritiem Instituut Willem Barentsz (Niederlande); north.io GmbH (Deutschland); Periplus Consultancy BV (Niederlande); Forsvarets Forskningsinstitutt (Norwegen) und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Institut für Toxikologie und Pharmakologie für Naturwissenschaftler (Deutschland).

 

Kontakt Presse

Thomas Joppig

0471 482 07 832

presse@dsm.museum

Multibeam (Fächerecholot) von der FRIESLAND, aufgenommen in der Nähe von Helgoland. Sie sank dort im Zweiten Weltkrieg am 19./20. März 1944. Foto: DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)

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Side-Scan-Sonar (Seitensichtsonar) der FRIESLAND, erzeugt durch Scan-Daten des AUV (autonomous underwater vehicles). Credit: DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)

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