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Ende einer Ära: DSM-Direktorin Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner verlässt das Haus

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Ende einer Ära: DSM-Direktorin Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner verlässt das Haus

Am Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Museum für Maritime Geschichte geht an diesem Donnerstag, 20. Januar, eine Ära zu Ende. Die Geschäftsführende Direktorin Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner verlässt nach neun Jahren mit zwei erfolgreichen Leibniz-Evaluierungen das Haus. Sie hat zum 30. Juni 2022 gekündigt und sich inzwischen mit dem Stiftungsrat auf ein vorzeitiges Ende ihrer Amtszeit mit Wirkung zum 20. Januar geeinigt, um möglichst schnell einen personellen Neuanfang im Direktorium zu ermöglichen. Kleingärtner hat die laufenden Angelegenheiten der Geschäftsführenden Direktorin bereits an die bisherige Leiterin des Programmbereichs Schifffahrt und Gesellschaft, Prof. Dr. Ruth Schilling, ordnungsgemäß übergeben.

„Sunhild Kleingärtner hat das Deutsche Schifffahrtsmuseum als international ausgewiesene Wissenschaftlerin unter schwierigen Rahmenbedingungen inhaltlich neu ausgerichtet“, sagt der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Matthias Kleiner. „So gelang es ihr auch, das Museum zweimal erfolgreich durch Evaluierungen der Leibniz-Gemeinschaft zu führen und den Verbleib in der gemeinsamen Forschungsförderung von Bund und Ländern zu sichern. Dafür ist ihr die Leibniz-Gemeinschaft sehr dankbar, ebenso wie für ihr Engagement in unserer Gemeinschaft als Sprecherin der Sektion „Geisteswissenschaften und Bildungsforschung“. Ich wünsche Sunhild Kleingärtner für ihre neuen Aufgaben an anderer Stelle viel Erfolg und alles Gute.“

Kleingärtner hat für das erste Halbjahr 2022 ein renommiertes Fellowship des Thomas Mann House in Los Angeles erhalten und wird sich sodann neuen Aufgaben zuwenden. „Mein Abschied vom DSM war eine persönliche Entscheidung und hatte nichts mit lokalen Vorkommnissen zu tun“, betont sie. Die scheidende DSM-Direktorin selbst nimmt ihren Abschied zum Anlass, um sich noch einmal ausdrücklich bei den Mitarbeitenden des Hauses zu bedanken. „Sie haben sich unter oftmals schwierigen Vorzeichen mit großem Engagement für die Weiterentwicklung des Hauses eingesetzt. Über welches Potenzial das Team verfügt, wird in Kürze erneut sichtbar, wenn Ende Februar im Erweiterungsbau die große Sonderausstellung ,CHANGE NOW - Schiffe verändern die Welt‘ eröffnet wird.“

Problematische strukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen des DSM seien insbesondere im Museumshafen und in den Gebäuden sichtbar geworden, so Kleingärtner weiter. „Diese Probleme können nur mit Unterstützung der Stifter überwunden werden und auch der Status als Forschungsmuseum kann nur gemeinsam mit den Stiftern erhalten werden. Ich wünsche dem DSM, dass mit einem personellen Neuanfang im Direktorium beides erreicht wird.“

Als Forschungsmuseum ist das DSM Mitglied der Deutschen Allianz Meeresforschung. Dessen Vorstandsvorsitzender, Prof. Dr. habil. Michael Bruno Klein, erklärt zum Abschied der DSM-Direktorin: „Frau Kleingärtner hat den Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Gesellschaft weit über das DSM hinaus gefördert und mit ihrem Engagement das Thema Meere und ihre vielschichtige Bedeutung für uns Menschen publik gemacht. Auch für die laufende UN-Dekade der Meeresforschung für nachhaltige Entwicklung hat sie damit wichtige Weichen gestellt.“

Auch der Vorsitzende des DSM-Fördervereins und ehemalige Bremerhavener Oberbürgermeister, Jörg Schulz, zollt der scheidenden DSM-Direktorin Anerkennung für das Erreichte: „Das DSM muss sich auch nach der Ära Kleingärtner vielen Herausforderungen stellen – besonders mit Blick auf die Sanierung der Gebäude und Museumsschiffe. Als Förderverein werden wir das Haus dabei weiterhin tatkräftig unterstützen. Doch eines steht fest: Frau Prof. Dr. Kleingärtner gebührt Dank und Anerkennung dafür, dass sie dieses Haus wissenschaftlich auf einen neuen Kurs gebracht und als Forschungsmuseum profiliert hat. Dies war die zentrale Grundlage, um den Verbleib des Hauses in der Leibniz-Gemeinschaft und damit in der Bund-Länder-Finanzierung zu sichern. Sie hat das DSM 2013 in einer schweren Zeit übernommen, und es ist maßgeblich ihr Verdienst, dass das Haus in der Wissenschaftslandschaft heute auch international deutlich besser dasteht als vor ihrem Amtsantritt.“

Das DSM gehört zum Verbund der acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft. Dessen Sprecherin, Prof. Dr. Alexandra W. Busch, Generaldirektorin des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz, betont: „Für den Verbund der Leibniz-Forschungsmuseen und das Deutsche Schifffahrtmuseum ist der Weggang von Sunhild Kleingärtner ein großer Verlust. Wir verlieren damit nicht nur eine hoch geschätzte und integre Direktorin, die mit großem Engagement ein zukunftsweisendes Konzept für das Schifffahrtsmuseum entwickelt und damit die wesentlichen Grundlagen für die Positionierung des Hauses in der nationalen und internationalen Forschungs- und Museumslandschaft gelegt hat, sondern auch eine kluge und engagierte Kollegin, die bedeutende Impulse für die strategische Gesamtentwicklung der Leibniz-Forschungsmuseen gegeben hat.“

Während ihrer Amtszeit war Kleingärtner vier Jahre lang Sprecherin der Sektion A Geisteswissenschaften und Bildungsforschung der Leibniz-Gemeinschaft, der 23 Institute und Forschungsmuseen angehören: „Sie hat sich einen hervorragenden Ruf weit über die Grenzen ihrer Sektion hinaus als integrative Wissenschaftsmanagerin mit einem gleichermaßen strategischen wie pragmatischen Blick erworben“, sagt ihr Nachfolger, der wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache, Prof. Dr. Henning Lobin. „Es ist zu bedauern, dass ihre Fähigkeiten dem Deutschen Schifffahrtsmuseum und dem Land Bremen zukünftig nicht mehr zugute kommen werden. Ich hoffe sehr, dass Frau Kleingärtner aber zumindest der Leibniz-Gemeinschaft weiterhin verbunden bleibt."

Dr. Patricia Rahemipour, Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des DSM  und Direktorin des Instituts für Museumsforschung, sagt: „Wir bedauern sehr, dass eine so angesehene und hervorragend vernetzte Wissenschaftlerin wie Prof. Dr. Kleingärtner das DSM verlässt. Und wir hoffen sehr, dass es der Politik bei der Strukturreform des DSM gelingt, Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Fortbestand des Hauses in der Leibniz-Gemeinschaft zu sichern helfen.“

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Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner

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