Dr. Philipp Grassel
„Als Wissenschaftler mit den Fachgebieten Unterwasserarchäologie und Maritime Archäologie sowie mit einem starken Interesse für Seefahrtsgeschichte kann ich mir keinen besseren Arbeitsplatz als das Deutsche Schifffahrtsmuseum vorstellen. Ebenso spricht mich am DSM besonders die interdisziplinäre Forschung und die Vermittlung von Wissenschaft an."
Dr. Philipp Grassel, assoziierter Wissenschaftler
Zur Person
Philipp Grassel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter mit den Schwerpunkten Historische Archäologie, Maritime Archäologie und Unterwasserarchäologie. Er hat an der Universität Kiel promoviert und als Dozent an der Universität Bremen gelehrt. Seine Forschungsfelder umfassen Schiffswracks, versunkene Landschaften, Häfen und wissenschaftliches Tauchen. Er war am DSM bereits in das Projekt Zwischen Nordsee und Nordmeer: Interdisziplinäre Studien zur Hanse eingebunden und hat als wissenschaftlicher Mitarbeiter im EU-geförderten Projekt North Sea Wrecks mitgearbeitet. Innerhalb dieses Projektes konnte er unter anderem die Wanderausstellung Toxic Legacies of War – North Sea Wrecks mitkuratieren. In dem aktuellen Projekt Looking in From the Edge (LIFTE), bei dem es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen deutschen und britischen Forschungseinrichtungen handelt, hat Philipp Grassel sowohl die unterwasserarchäologischen Arbeiten betreut als auch die Ausstellung "IMMER WEITER – Die Hanse im Nordatlantik" mitkuratiert. Unter der Leitung von Dr. Kevin Martin war Philipp Grassel weiterhin Teil des Projektes „Grundarfjörður Trade Port – Investigating the Underwater Archaeological potential of the Danish Trade Monopoly Period“. Hierbei wurden Teile des Gebietes des alten Handelshafen in Grundarfjörður auf Island mittels umfassender Scan- und Tauchsurveys auf maritim-archäologische Befunde untersucht.Zusammen mit Kevin Martin hat Philipp Grassel ebenfalls das Projekt From Bremen to Búðir – Investigation of a potential Hanseatic shipwreck in Iceland entwickelt und durchgeführt. Hierbei wurde der alte Handels- und Hafenort Búðir auf der isländischen Snæfellsnes-Halbinsel näher untersucht. Dabei ging man vor allem Hinweisen auf ein, in den dortigen Flachwasserbereichen möglicherweise noch erhaltenen, hansezeitlichen Wrack nach.
Aktuelle Projekte
From Bremen to Búðir – Investigation of a potential Hanseatic shipwreck in Iceland
Abgeschlossene Projekte
Curriculum Vitae
| Seit 2025 | Assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Schifffahrtsmuseum |
2021-2025 | Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Schifffahrtsmuseum |
2018 - 2021 | Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen und am Deutschen Schifffahrtsmuseum |
2013 - 2017 | Promotion am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel |
2016 - 2017 | Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Zwischen Nordsee und Nordmeer: Interdisziplinäre Studien zur Hanse“, angesiedelt am Deutschen Schifffahrtsmuseum |
2013 - 2016 | Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, gefördert durch das Graduiertenkolleg "human development in landscapes" der CAU zu Kiel |
2015 - 2025 | Arbeit als Forschungstaucher in verschiedenen archäologischen, internationalen und interdisziplinären Kooperationsprojekten. |
2014 | Ausbildung zum geprüften Forschungstaucher am Forschungstauchzentrum der CAU zu Kiel |
Publikationen
Aktuelle Veröffentlichungen
R. Edvardsson/P. Grassel, The Potential of Underwater Archaeology in the North Atlantic, in: N. Mehler (Ed.) Between the North Sea and the Norwegian Sea. Interdisciplinary studies of the Hanseatic League (in press).
P. Grassel, Ein Minenfund im Museum, Deutsche Schiffahrt – Informationen des Fördervereins Deutsches Schiffahrtsmuseum e.V., 1, 2024, 21-24.
S. Bergmann et al, Risk assessment of war wrecks – a comprehensive approach investigating four wrecks containing munitions in the German Bight/North Sea, Propellants – Explosives – Pyrotechnics, 49, 2024, 1-22. (Link: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/prep.202300322)
P. Grassel, Versenkt im Ersten Weltkrieg. Erforschung, Gefahren und Gefährdungen des Wracks des Kleinen Kreuzers SMS ARIADNE, Siedlungs- und Küstenforschung im südlichen Nordseegebiet, 47, 2024, 339-363.
P. Grassel, Der Kleine Kreuzer SMS MAINZ. Erforschung, Gefahren und Gefährdung eines Kriegswracks aus dem Ersten Weltkrieg, Siedlungs- und Küstenforschung im südlichen Nordseegebiet, 46, 2023, 237-270.
B. Holterman / P. Grassel (Hrsg.), Immer Weiter. Frühneuzeitlicher Handel in Orkney und Shetland (Bremerhaven 2023). (link: https://urn.dsm.museum/Holterman-Grassel_ImmerWeiter.pdf )
B. Holterman / P. Grassel (eds.), Orkney and Shetland. Early Modern Trade in the Northern Isles (Bremerhaven 2023). (link: https://urn.dsm.museum/Holterman-Grassel_Orkney-Shetland.pdf )
P. Grassel et al, Autonomous Remote Detection of Submarine Archaeological Sites in the Kiel Bight / Baltic Sea using AUV and ROV - A field report, Skyllis. Zeitschrift für maritime und limnische Archäologie und Kulturgeschichte, 23, 2023, 63-71.
P. Grassel et al, Toxic Legacies of War. Die Wanderausstellung zum Forschungsprojekt „North Sea Wrecks“, Deutsche Schiffahrt – Informationen des Fördervereins Deutsches Schiffahrtsmuseum e.V., 1, 2022, 27-30.
P. Grassel, Ammunition on wrecks. Researching military wrecks in the German Bight, Skyllis. Zeitschrift für maritime und limnische Archäologie und Kulturgeschichte, 22, 2022, 89-100.
S. Bergmann/ P. Grassel Mikroplastik und TNT: unterschiedliche Regime der Problematisierung von Meeresmüll, WerkstattGeschichte, 85, 2022, 55-75.
Mitgliedschaften
Arbeitsgruppe maritime und limnische Archäologie (AMLA) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Deutsche Gesellschaft für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (DGAMN)
Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie e.V. (DEGUWA)

