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Seefahrtbuch des TITANIC-Stewards im DSM ausgestellt

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Seefahrtbuch des TITANIC-Stewards im DSM ausgestellt

Der Untergang der TITANIC jährt sich in der Nacht vom 14. auf den 15. April in diesem Jahr zum 110. Mal. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte schaut auf die wohl bekannteste Schiffskatastrophe zurück und zeigt das Seefahrtbuch eines TITANIC-Stewards. In der beliebten Reihe „Highlight am Sonntag“ erzählt ein DSM-TITANIC-Experte am 15. Mai spannende Details zu dem besonderen Exponat und dem Schiff.

Beinahe wäre die TITANIC noch am Eisberg vorbeigeglitten. Nachdem der Eisberg gesichtet wurde, befahl der Erste Offizier „Hart Backbord“ und schaffte es, einen Frontalaufprall zu vermeiden.n. Dennoch geschah das Undenkbare, was viele Passagiere an Bord nur langsam begriffen: Gegen 0.05 Uhr begann das bis dato größte und modernste Schiff der Welt auf seiner Jungfernfahrt 300 Seemeilen vor Neufundland zu sinken. An Bord arbeitete Alfred Theissinger als Kabinensteward der Ersten Klasse. Seit 1993 ist das DSM in Besitz seines Seefahrtbuches, das seinen Dienst auf dem Liner belegt. Das schlichte dunkelblaue Büchlein war bisher nur einmal im Rahmen einer Sonderausstellung zu sehen.

Anlässlich des 110. Jahrestages des Unglücks können Interessierte ab Freitag, 15. April, in einer Sondervitrine in der Kogge-Halle einen Blick auf das einzige Exponat werfen, das das DSM im Zusammenhang mit der TITANIC besitzt. Über Theissinger ist bekannt, dass er als britischer Staatsbürger deutscher Herkunft in Southampton wohnte und von dort aus regelmäßig zur See fuhr. Bevor er am 6. April 1912 auf der TITANIC anheuerte, fuhr er auf ihrem älteren Schwesterschiff OLYMPIC. Nach dem Unglück schilderte er mehreren amerikanischen Tageszeitungen seine Sicht des Untergangs. Nach eigenen Angaben betreute der Kabinensteward berühmte Passagiere an Bord. Nur zwei Monate nach der Katastrophe ging es für ihn zurück an Bord eines Schiffes der White Star Line – sein Seefahrtbuch dokumentiert die Stationen auf See nüchtern und lückenlos.

In der Vitrine werden außerdem Schiffsmodelle der britischen Reederei White Star Line ausgestellt, aus der die TITANIC stammte. Es handelt sich um private Leihgaben des DSM-Archivars Dr. Christian Ostersehlte. Er infizierte sich bereits in Kindertagen mit dem TITANIC-Virus, betreibt schon lange private Forschungen zu dem berühmten Luxusliner und ist gern gesehener Podiumsgast, wenn es um die TITANIC geht. Am Sonntag, 15. Mai, lädt Ostersehlte im Rahmen des Formats „Highlight am Sonntag“ von 15 bis 16 Uhr in die Kogge-Halle ein und erzählt Fakten zur TITANIC, der Reederei White Star Line und zum Seefahrtbuch, welches eine Stifterin aus Bassum dem Museum 1993 überließ.

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Thomas Joppig

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Das Seefahrtbuch des Stewards Alfred Theissinger.

Foto: DSM / Annica Müllenberg

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