Neue Leibniz-Chair-Inhaberin
Professor Jenny Mander hat den Leibniz-Chair am Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte übernommen. Damit übernimmt erneut eine international angesehene Wissenschaftlerin der Cambridge University den renommierten Posten.
Jenny Mander ist Co-Direktorin des Centre for the Study of Global Human Movement an der University of Cambridge (UK). Ihre Forschung konzentriert sich auf die frühe Neuzeit und die Art und Weise, wie die Aufklärung als historiografischer Bezugspunkt in spätmodernen Debatten genutzt (und missbraucht) wurde. Mander widmet sich intensiv der Frage, wie globaler Austausch und transnationale Bewegungen unsere gemeinsame Geschichte in Europa und darüber hinaus prägen. Damit erweitert sie die Expertise des DSM über die transatlantische Migrationsgeschichte hinaus auf eine global-maritime Perspektive und trägt so maßgeblich zur Profilschärfung des Instituts bei. Die Zusammenarbeit mit Jenny Mander umfasst den Aufbau einer strategischen, langfristigen Partnerschaft zwischen dem Centre for the Study of Global Human Movement und dem DSM.
Jenny Mander folgt Prof. Dr. William O’Reilly, der von 2018 bis 2023 den Leibniz-Chair inne hatte.
Leibniz-Chairs drücken eine besonders enge Bindung zwischen international Forschenden und einer Leibniz-Einrichtung aus. Diese müssen von hoher internationaler Reputation sein und sich langfristig und in besonderem Maße um das Leibniz-Institut verdient gemacht haben.
Leibniz-Institute können sich zentral um die Berufung des Wissenschaftlers oder der Wissenschaftlerin auf einen Leibniz-Chair ehrenhalber bewerben. Im Fall eines positiven Präsidiumsbeschlusses beruft das Leibniz-Institut den Nominierten oder die Nominierte - in der Regel für eine Dauer von fünf Jahren. Momentan sind elf Leibniz-Chairs verliehen.

Professor Jenny Mander.
Credit: pv
