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Meerestiere und Schiffsmodelle aus Stralsund ziehen nach Bremerhaven

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Meerestiere und Schiffsmodelle aus Stralsund ziehen nach Bremerhaven

30.04.2021

Schiffsmodelle, Messinstrumente und maritime Tierexponate aus dem Meeresmuseum Stralsund finden eine neue Heimat im Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte. Die Leihgaben ergänzen die neue Ausstellung „CHANGE NOW – Schiffe verändern die Welt“, die am 6. August 2021 im Erweiterungsbau eröffnet wird.

Stimmengewirr in der Tiefsee-Abteilung des Meeresmuseums Stralsund: Der Höllen-Vampir, das Tiefseeanglerfischpärchen und mehrere andere geheimnisvoll anmutende Präparate von Meerestieren ziehen um – nach Bremerhaven. Die Umsiedlung der fragilen Objekte ist heikel und muss gut geplant sein. Die knapp zwei Meter lange Beluga-Kuh mit Kalb lässt sich noch gut handhaben, beim Narwal mit dem zwei Meter langen Stoßzahn wird es kompliziert. Speziell vom Tischler angefertigte Boxen braucht es und viel Expertise beim Abbauen und Verstauen, damit die Museumsschätze aus der Ostseestadt heil im DSM ankommen.

Das Meeresmuseum Stralsund erfährt eine lange geplante Modernisierung und wird 2023 mit einer neu konzipierten Ausstellung wieder öffnen. Während der Umbauphase ziehen die Exponate in andere Sammlungen. Die Museen an Nord- und Ostsee beleuchten beide maritime Themen und stehen sich persönlich nah. Die Leihexponate ergänzen die neue Sonderausstellung im DSM zum Thema „CHANGE NOW – Schiffe verändern die Welt“ perfekt.

Chefpräparator Uwe Beese baut vorsichtig das Tiefseeanglerfischweibchen ab und verstaut es in einer Box mit Styropor. Auffällig ist der Größenunterschied zwischen dem riesigen Weibchen und dem kleinen Männchen, das übrigens ohne das auffällige Leuchtorgan auskommt. Etwas bizarr mutet die Beziehung der beiden an. „Nach der Paarung wächst das Männchen am Bauch des Weibchens fest und bleibt lebenslang mit ihm verbunden“, weiß Beese.
Dr. Harald Benke, seit 1995 Direktor des Meeresmuseums, freut sich darüber, dass Schiffsmodelle, Tierexponate und Messinstrumente nach Bremerhaven ziehen. Als Mitglied im DSM-Stiftungsrat ist er dem „Schwesternhaus“ seit 1997 tief verbunden. „Mit den Belugas und den Narwalen gehen wichtige Exponate nach Bremerhaven. Mir als Walforscher liegen die Tiere natürlich besonders am Herzen. Umso mehr freut es mich, dass sie nun weiterhin zu sehen sind. Die Sammlungen beider Häuser ergänzen sich auf diese Weise sinnvoll“, sagt der Meeresbiologe.

„Wir freuen uns sehr über die langjährige freundschaftliche Verbindung zum Meeresmuseum Stralsund und natürlich über die Leihgaben. Dank der Präparate und Instrumente kann das DSM ein weiteres Stück der Ozeanforschung und der Schifffahrtsgeschichte erzählen und schafft sichtbare Synergien zwischen den beiden maritimen Ausstellungshäusern“, sagt Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner, Geschäftsführende Direktorin des DSM.

Am 6. August öffnet die Schau und lädt zu einer Wissensreise ins Meer ein, auf der Menschen, Tiere und Schiffe aufeinander treffen. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Mensch und Meer. Welche Fortschritte erzielten Menschen durch Meeresforschung und Schifffahrt? Welche Auswirkungen hat die Nutzung von Schiffen auf Meer und Klima? Mit CHANGE NOW realisiert das DSM die aktuell einzige große Ausstellung zum Start der UN-Dekade der Ozeanforschung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland.

Meereswissen - Meeresforschung

Was kommt noch von Stralsund nach Bremerhaven? Die Schiffsmodelle GLOMAR CHALLENGER, PROFESSOR ALBRECHT PENCK und das Forschungs-U-Boot TRIEST ankern im DSM. Ohne Schiffe wären Meeres- und Polarforschung nicht möglich. Auf Forschungsschiffen werden Daten aus Luft, Wasser und Boden ermittelt. In der Schau verdeutlichen Experimente und Untersuchungsergebnisse, welche Geheimnisse Wasser, Boden und Luft bergen. Fast jedes ausgestellte Schiffsmodell setzt ein Schlaglicht in der Historie der Meeresforschung: Mit der GLOMAR CHALLENGER gelang es erstmals, Gesteinsproben aus der Tiefsee zu stechen, die Aufschlüsse über die Entstehung der Weltmeere gaben. Das Fazit: Ozeane sind weit jünger als angenommen.

Zurück an die Ostsee: Die letzten Kisten werden im Meeresmuseum versiegelt, die Spedition steht bereit. Dr. Harald Benke ist gespannt, wie die Gruppe der Meeressäuger sich in die Sammlung des DSM einfügt und möchte bald persönlich vorbeikommen, um die Exponate im neuen Ambiente zu besichtigen.

Kontakt Presse

Thomas Joppig

0471 482 07 832

presse@dsm.museum

Beluga-Mutter mit Kalb.

Foto: DSM / Annica Müllenberg

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Exoten aus der Tiefsee.
Foto: DSM / Annica Müllenberg

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Modell des Forschungsschiffes PROFESSOR ALBRECHT PENCK.

Foto: DSM / Annica Müllenberg

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Der Narwal hat einen langen, empfindlichen Stoßzahn, der beim Transport besonders geschützt werden musste.

Foto: DSM / Christoph Geiger

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vorübergehend geschlossen

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Hans-Scharoun-Platz 1
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