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Kooperation und Vermittlung - Intoxicating Spaces

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Kooperation und Vermittlung

Wie Rauschmittel neue gesellschaftliche Räume entstehen ließen

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte (DSM) ist Projektpartner in einem zweijährigen Kooperationsprojekt der Universitäten in Oldenburg, Sheffield, Stockholm und Utrecht mit dem Titel „Intoxicating Spaces: The Impact of New Intoxicants on Urban Spaces in Europe, 1600-1850“.

 

Hierbei wird erforscht, wie der Konsum neuer Rauschmittel zwischen 1600 und 1850 neue öffentliche Räume entstehen ließ und neue Formen von Geselligkeit geprägt hat. Beispiele dafür sind die Kaffeehäuser in den bedeutendsten nordeuropäischen Hafenstädten Amsterdam, Hamburg, London und Stockholm. Die Debatten um die konsumierten Rauschmittel changierten zwischen gefährlich und subversiv oder angesagt und exklusiv.

Der Einfluss von Kakao, Tee, Kaffee, Zucker und Tabak auf europäische Gesellschaften ist Zeichen einer ersten Welle der Globalisierung in der Frühen Neuzeit. Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungsarbeit liegt daher auf den oft ausbeuterischen internationalen Strukturen und Handelsbeziehungen, die der Produktion, dem Handel und dem Konsum dieser Produkte zugrunde lagen.

In internationalen Tagungen und Workshops, mit einer virtuellen Ausstellung sowie in der Zusammenarbeit mit Schulen, Museen, NGOs und internationalen Organisationen soll das Projekt zeigen, dass diese Fragestellungen eine wichtige historische Perspektive auf aktuelle Themen wie die Verortung von Rausch- und Genussmitteln in unserer Gesellschaft und die Bedeutung von Menschen- und Warenströmen in einer globalisierten Welt eröffnen.

Das DSM wird innerhalb des Projekts mit Schulen aus der Region eine digital-analoge Ausstellung zum Thema „Rauschmittel in der Geschichte“ entwickeln. Die Schüler*innen werden ihre Ergebnisse mit museumspädagogischer Unterstützung in Form eines Hafenanzeigers kuratieren – der „Port Gazette“. Die eine Schulgruppe entwickelt eine interaktive Landkarte, um den Transport, Handel und Konsum von Kaffee und Kakao nachvollziehbar zu machen. Das andere Schulteam gestaltet ein Tagebuch eines Zeitreisenden, der über seine Eindrücke und besonders die Haltung von Zeitgenossen gegenüber dem Konsum von Tabak, Kaffee und Tee berichtet.

Die Ausstellungseröffnung ist für 03. April 2021 online geplant.

 

https://www.intoxicatingspaces.org/

 

Prof. Dr. Dagmar Freist (Principal Investigator)
Carl von Ossietzky Universität, Oldenburg
dagmar.freist@uol.de

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