Zu sehen ist ein schwarz-weiß-Foto mit einem großen hölzernen Container auf einem Lastwagen-Anhänger. Er steht abgestellt auf einer Kopfsteinpflaster-Straße vor Fachwerkhäusern. Mehrere Männer stehen an, ein Mann liegt auf dem Container und hantieren scheinbar am Verschluss. Auf der Seite des Containers ist „771 Montevideo“ aufgedruckt.
Zu sehen ist ein schwarz-weiß-Foto mit einem großen hölzernen Container auf einem Lastwagen-Anhänger. Er steht abgestellt auf einer Kopfsteinpflaster-Straße vor Fachwerkhäusern. Mehrere Männer stehen an, ein Mann liegt auf dem Container und hantieren scheinbar am Verschluss. Auf der Seite des Containers ist „771 Montevideo“ aufgedruckt.

    BRAUNES ERBE #6: Jüdisches Eigentum in Europas Häfen

    Vorträge | 09.04.2026 - 09.04.2026

    Donnerstag, 9.4.2026 / 19.30 Uhr / Theater am Goetheplatz in Bremen, noon, Kleines Haus

    Im Rahmen des alljährlichen Tags der Provenienzforschung hält die DSM-Provenienzforscherin Susanne Kiel einen Vortrag zum Thema: Jüdisches Eigentum in Europas Häfen.

    Während des Zweiten Weltkriegs lagerten in den Häfen Europas Umzugsgüter von Jüdinnen:Juden, die aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik den Kontinent verlassen mussten. Die Güter konnten mit Kriegsbeginn nicht mehr verschifft werden und wurden von den Behörden beschlagnahmt und öffentlich versteigert. Die Erlöse flossen in die Reichskasse, was nur durch ein eingespieltes administratives System und ein Netzwerk von Profiteur:innen möglich war. Noch heute befinden sich viele dieser geraubten Gegenstände und Kunstwerke in privater und öffentlicher Hand. 

    Der neue Sammelband „Jüdisches Eigentum in Europas Häfen“, herausgegeben von den Provenienzforscherinnen Susanne Kiel und Dr. Kathrin Kleibl, versammelt Analysen, die die Verflechtung von Wirtschaft, Politik und Kultur bei diesen Beraubungen in den Häfen Europas sichtbar machen. In ihrem Vortrag fokussiert Co-Herausgeberin Susanne Kiel auf die lokalen Enteignungsvorgänge in den Häfen Bremens.

    Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Braunes Erbe“ des Theaters Bremen, der Heinrich Böll-Stiftung Bremen und des Projekts geraubt.de.

    Prof. Dr. Ruth Schilling bei der Regatta. Credit: DSM 

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