Leibniz-Chair

Leibniz-Chairs drücken eine besonders enge Bindung zwischen international Forschenden und einer Leibniz-Einrichtung aus. Diese müssen von hoher internationaler Reputation sein und sich langfristig und in besonderem Maße um das Leibniz-Institut verdient gemacht haben.

Leibniz-Institute können sich zentral um die Berufung des Wissenschaftlers oder der Wissenschaftlerin auf einen Leibniz-Chair ehrenhalber bewerben. Im Fall eines positiven Präsidiumsbeschlusses beruft das Leibniz-Institut den Nominierten oder die Nominierte - in der Regel für eine Dauer von fünf Jahren. Momentan sind elf Leibniz-Chairs verliehen.

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Leibniz Chair-Inhaberin

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Professor Jenny Mander ist Leibniz-Chair am Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte und Co-Direktorin des Centre for the Study of Global Human Movement an der University of Cambridge (UK). Ihre Forschung konzentriert sich auf die frühe Neuzeit und die Art und Weise, wie die Aufklärung als historiografischer Bezugspunkt in spätmodernen Debatten genutzt (und missbraucht) wurde. Mander widmet sich intensiv der Frage, wie globaler Austausch und transnationale Bewegungen unsere gemeinsame Geschichte in Europa und darüber hinaus prägen. Damit erweitert sie die Expertise des DSM über die transatlantische Migrationsgeschichte hinaus auf eine global-maritime Perspektive und trägt so maßgeblich zur Profilschärfung des Instituts bei. Die Zusammenarbeit mit Jenny Mander umfasst den Aufbau einer strategischen, langfristigen Partnerschaft zwischen dem Centre for the Study of Global Human Movement und dem DSM.

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Ehemaliger Leibniz Chair-Inhaber

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Prof. Dr. William O’Reilly hat sich in besonderer Weise um das DSM verdient gemacht und ist aufgrund dieser herausragenden wissenschaftlichen Verbindung und mit Zustimmung des Präsidiums der Leibniz-Gemeinschaft wurde ehrenhalber von 2018 bis 2023 auf einen Leibniz-Chair berufen.

O’Reilly studierte Geschichte an der National University of Ireland, an der Universität Hamburg und an der Universität Oxford. Er erhielt das Fulbright-Stipendiat an der University of Pennsylvania. Den Masterabschluss und die Promotion in frühneuzeitlicher europäischer und atlantischer Geschichte machte er an der Universität Oxford. Im Anschluss folgten Gastprofessuren unter anderem an der Universität Harvard, Paris I-Sorbonne, an der Universität Bielefeld, an der Universität Graz und an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Derzeit ist O’Reilly Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Cambridge, Fellow der Royal Historical Society und der Society of Arts. Seit 2017 ist er Permanent Fellow des Institute of Advanced Study in Budapest. Die Auszeichnung mit dem Leibnitz-Chair für Geschichte am DSM erhielt er 2018.

Zu seinen primären Forschungs- und Veröffentlichungsinteressen zählen: Geschichte der Migration und des Kolonialismus, Frühneuzeitliche europäische und maritime Geschichte, Geschichte des frühneuzeitlichen Deutschlands und Mitteleuropas, Ideengeschichte.

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