Containerschifffahrt: Auf den Weltmeeren, um wenige zu bereichern
Im Rahmen des Welt-System-Ansatzes und unter Verwendung der Erkenntnisse aus Theorien zur ungleichmäßigen geografischen Entwicklung zielt das Doktoratsprojekt darauf ab, die Beziehung zwischen Globalisierung und Containerschifffahrtsindustrie zu analysieren. Die Leitfrage der Forschung lautet wie folgt: Inwiefern trägt die Entwicklung der Containerschifffahrt zur Gestaltung der Weltwirtschaft und zur ungleichen Entwicklung des globalen Kapitalismus bei? Anstatt die Containerschifffahrt als passiven Diener der Globalisierung darzustellen und sie nur als Ableitung wirtschaftlicher Tendenzen zu betrachten, stellt Vyacheslav Bondarenko die Hypothese auf, dass die Dynamik innerhalb der Containerschifffahrt die Entwicklung des globalen Kapitalismus aktiv beeinflusst. Insbesondere möchte er zunächst analysieren, inwiefern die Containerschifffahrt eine ausgewogene Globalisierung verhindert. Darüber hinaus widmet er sich insbesondere den globalen Containerschifffahrtsallianzen und ihrem Beitrag zur ungleichen geografischen Entwicklung. Abschließend geht er auf die ökologischen Grenzen einer weiteren Globalisierung ein, wobei er sich speziell auf die Containerschifffahrt konzentriert. Er bemüht sich, die Containerschifffahrt als einen entscheidenden Faktor für das Funktionieren des kapitalistischen Weltsystems zu untersuchen, wobei die Konnektivität der Linienschifffahrt einer der wichtigsten Determinanten für die Zentralität im globalen Handelssystem ist. Darüber hinaus versucht er, die räumlichen Widersprüche zu untersuchen.

