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Vorfälle mit Wracks und Munition in der Deutschen Nordsee

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Vorfälle mit Wracks und Munition in der Deutschen Nordsee

Zwischen 1945 und 2008 kamen allein im Bereich der Deutschen Nordsee mindestens 115 Menschen durch verklappte oder verbliebene Munition ums Leben. Neben angespülten Fundstücken und verklappter Munition stellen verbliebene Seeminen eine Gefahr dar.

Der letzte Schiffsverlust durch eine Mine in der Nordsee fand 1960 statt, als der Frachter MARMARA seinen Kurs verließ und eine Grundmine auslöste. Auch Jahrzehnte nach dem Krieg werden noch Minen gefunden und müssen geborgen oder gesprengt werden.

Warum dies nötig bleibt, zeigt der tragische Fall von drei niederländischen Fischern, die 2005 eine Weltkriegsbombe auffischten und dabei ums Leben kamen. In der Folge wurden die dortigen Anstrengungen zur Räumung intensiviert.

Weiterhin hatte die Crew des englischen Fischkutters GALWAD-Y-MOR eine lebensgefährliche Begegnung mit Relikten der Kriege. Im Dezember 2020 überlebten die Fischer eine Zündung von nicht explodierter Munition (Unexploded Ordnance, „UXO“) nur knapp und wurden teils schwer verletzt.

Die Bergung von Weltkriegsmunition stellt eine große Herausforderung dar, wie das Beispiel des Frachters KIELCE zeigt, der 1946 6,4 km vor England mit Munition beladen sank. Beim Versuch seiner Bergung im Jahr 1967 detonierte er mit einer Wucht, die einem Beben der Stärke 4,5 auf der Richterskala entsprach. Noch in den USA wurde das Beben der Explosion seismographisch registriert.

Ähnlich bedrohliche Wracks liegen bis heute in der Nordsee. So etwa der Liberty-Frachter RICHARD MONTGOMERY, der etwa 1944 mit 1.400 Tonnen Munition beladen in der Mündung der Themse strandete und dessen Aufbauten bei Niedrigwasser bis heute gut sichtbar sind.

Auch versenkte Giftgas-Munition bereitet Sorgen: So wurde vor Knokke in Belgien nach dem Ende des Ersten Weltkrieg Senfgas verklappt, das in den letzten Jahren austritt.

Der Gefahr durch verbliebene Kampfmittel stehen die Schäden durch Sprengungen der Munition gegenüber: Durch Explosionsdruckwellen getötete Meerestiere, durch Irritation gestrandete Wale und die durch die Sprengung fein verteilten TNT-Partikel im Wasser bringen neue Umweltprobleme mit sich.

Doch ohne die Beseitigung dieser Hindernisse unter Wasser sind auch Projekte, die langfristig dem Umweltschutz dienen, in Gefahr: Etwa der Bau von Windparks für grüne Energie

 

Quellen

BBC, 23.12.2020: Fishing boat explosion: Seabed munitions may have caused blast off Norfolk, https://www.bbc.com/news/uk-england-norfolk-55422884

 

BBC, 28.10.2015: The bombs that lurk off the UK coast, www.bbc.com/future/article/20151027-the-ticking-time-bomb-of-the-thames

 

Government of the Netherlands, 24.08.2012: Navy disarms 1.000the explosive, https://www.government.nl/latest/news/2012/08/24/navy-disarms-1-000th-explosive

 

Nehring, Stefan. 2008. „Legende oder Wirklichkeit? Munitionsversenkungen durch die Bundesrepublik Deutschland“. In: Waterkant 23 (4): 9-15, http://www.stefannehring.de/downloads/190_Nehring-2008_Waterkant-4-08_munition-BRD-versenkungen.pdf.

 

The Guardian, 03.11.2020: Stop blowing up bombs on the sea floor, say whale campaigners, www.theguardian.com/environment/2020/nov/03/stop-blowing-up-bombs-on-sea-floor_say-whale-campaigner

 

Washington Post, 03.05.2019: Deadly gases may be starting to leak from Europe’s World War weapons cemeteries, www.washingtonpost.com/world/2019/05/03/deadly-gases-may-be_starting-leak-europes-world-war-weapons-cemeteries/

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