„Von Flaschenpost bis Fischreklame“

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„Von Flaschenpost bis Fischreklame“: Wissenschaftler des DSM veröffentlichen Sammelband zur Wahrnehmung des Meeres

12.09.2019

Ob vom Schiff, der Küste oder aus dem Hinterland, die Sichtweise auf das Meer wird durch viele Faktoren beeinflusst. So entsteht eine Fülle an unterschiedlichen Wahrnehmungen.. Unter dem Titel „Von Flaschenpost bis Fischreklame – Die Wahrnehmung des Meeres im 19. und 20. Jahrhundert“ haben Wissenschaftler des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) / Leibniz Institut für Maritime Geschichte einen Sammelband veröffentlicht.

In zehn Aufsätzen verschiedener Autoren bringen die Herausgeber Prof. Dr. Ruth Schilling (Juniorprofessorin und wissenschaftliche Ausstellungs- und Forschungskoordinatorin am DSM) und Dr. Martin Weiss (Wissenschaftshistoriker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am DSM) und Dr. Jens Ruppenthal (Historiker und ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter am DSM), sowohl geistes- als auch kulturwissenschaftliche Sichtweisen auf das Meer zusammen. Dabei spielt nicht nur die Kontinuität, sondern auch der Wandel eine große Rolle. Ziel ist es, Veränderungen in Betrachtungs-, Vorstellungs- und Deutungsweisen nachzuvollziehen.

Während Schilling die Ausstellungskonzeption am Berliner Museum für Meereskunde thematisiert und ein besonderes Augenmerk auf die Verknüpfung von Zeit, Raum und materiellen Aspekten zum Meer als Ausstellungsgegenstand legt, untersucht Weiss beispielsweise die Wahrnehmung der Meeresforschung in der ostdeutschen Zeitschrift „Urania“ in den 60er Jahren. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Frage nach der Gewichtung von meereskundlichen Themen im Vergleich zu anderen Fachbereichen.

Die Autoren des Bandes schaffen „Bewusstsein dafür, dass Meer nicht gleich Meer ist“ und differenzieren geographisch, sozial und wissenschaftlich. Vergangene Geschehnisse werden dabei sowohl einzeln als aufeinander folgende Ereignisse, als auch als ein zusammenhängendes Ganzes betrachtet. Dabei wird nicht nur die Wahrnehmung des Meeres je nach Standpunkt des Betrachters thematisiert, sondern auch die Art und Weise der Überlieferung: ob aus wissenschaftlicher Sicht oder durch künstlerische Erzeugnisse.

Weitere Informationen:
Jens Ruppenthal (Hg.), Ruth Schilling (Hg.), Martin P.M. Weiss (Hg.): Von Flaschenpost bis Fischreklame – Die Wahrnehmung des Meeres im 19. und 20. Jahrhundert. Böhlau, Köln, 210 Seiten
ISBN 978-3412509521

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