Neue Sonderausstellung im Deutschen Schifffahrtsmuseum: SEA CHANGES – Welt & Meer im Wandel

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Neue Sonderausstellung im Deutschen Schifffahrtsmuseum: SEA CHANGES – Welt & Meer im Wandel

04.11.2019

Ob Kohleausstieg oder Fridays for Future-Bewegung: Das Thema Klimawandel ist in den Medien und in der Forschung präsent wie nie. So befindet sich das Forschungsschiff POLARSTERN vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) gerade auf der MOSAiC-Expedition, der bisher größten Expedition zur Erforschung der nördlichen Polarregion, um wertvolle Daten über den Klimawandel zu erheben. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte nimmt dies zum Anlass, vom 16. November 2019 bis 31. März 2020 die Sonderausstellung „SEA CHANGES –Welt & Meer im Wandel“ zu präsentieren. Klima- und Meereswandel sind unmittelbar miteinander verbunden. Diese Sonderausstellung erzählt von den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Meer im Spannungsfeld von Forschung, Wissenschaft und Schifffahrt.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf Natur, Tier und Mensch stellen eine große Herausforderung dar. Insbesondere unseren Weltmeeren, die etwa 71 Prozent der Erdoberfläche ausmachen, steht durch die Erderwärmung ein drastischer und vielleicht unumkehrbarer Wandel bevor. „Das Klima wandelt sich – meteorologisch, aber auch gesellschaftlich. Der Klimawandel wirft Fragen auf und heizt Debatten an. Die Forschungsschifffahrt spielt eine wichtige Rolle, um Folgen der Erderwärmung auf die Meere genauer verstehen und berechnen zu können“, sagt Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner, Geschäftsführende Direktorin des DSM.

Die Sonderausstellung SEA CHANGES nimmt den Einfluss des Klimawandels auf den Planeten in den Fokus und wirft Schlaglichter auf die enormen Auswirkungen für die Polarregionen, Schifffahrt und Ökosysteme. „Uns war es wichtig, speziell die Rolle des Meeres für Klimadebatten in den Mittelpunkt zu stellen und zu zeigen, wie der Mensch Einfluss auf das Meer nimmt und es für unterschiedliche Zwecke genutzt hat“, so Dr. Marleen von Bargen, Historikern und Kuratorin am DSM. Darüber hinaus wird die Erforschung der Polarregionen und des Klima(wandel)s historisch eingeordnet, indem Beispiele aus den verschiedenen Etappen der Forschungsschifffahrt der letzten 150 Jahre bis heute vorgestellt werden. Dr. Martin Weiss, Historiker aus dem Kuratoren-Team des DSM über die Ausstellung: „Wir wollen Schlaglichter auf die lokalen Auswirkungen eines globalen Problems werfen und vor allem das Bewusstsein dafür stärken, wie das Wissen um den Klimawandel historisch entstanden ist.“

Während der SEA CHANGES-Ausstellung bietet das DSM ein vielfältiges Programm für Groß und Klein. Führungen, Familienaktionen und die Begleitaktion „POLARWOCHEN – Das Museum leuchtet“ locken Gäste in und vor das Museum, denn die POLARWOCHEN lassen das Museum vom 16. November 2019 bis 6. Januar 2020 in einem neuen Licht erscheinen. An der Fassade tauchen Polarlichter, Schiffe, Forschende und Eisberge in einer aufwendigen Medieninstallation auf und entführen in einen Lebensraum, der ebenso faszinierend wie bedroht ist. SEA CHANGES zeige weniger die Unendlichkeit als vielmehr die Verletzlichkeit des Meeres, sagt Dr. Sven Bergmann, einer der Ausstellungsmacher.

Filmvorführungen und gemeinsame Nachtspaziergänge durch den Alten Hafen vervollständigen das Programm. Auch die Virtual-Reality-Ausstellung „360° POLARSTERN – Eine virtuelle Forschungsexpedition“ bietet weiterhin Einblicke in das Fahren, Forschen und Leben an Bord eines Forschungsschiffes wie der POLARSTERN.

Gefördert werden SEA CHANGES und POLARWOCHEN vom Aktionsplan Leibniz-Forschungsmuseen. Weitere Informationen erhalten Sie unter dsm.museum/seachanges und dsm.museum/polarwochen  

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