Pressemitteilung

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„Neuer Blick auf einen alten Freund“: AWI-Gründer begeistert von POLARSTERN-VR-Ausstellung

16.02.2019

VR-Brille aufsetzen und Leinen los! Die Ausstellung „360° POLARSTERN – Eine virtuelle Forschungsexpedition“ ist am Donnerstagabend vor mehr als 200 geladenen Gästen im Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) eröffnet worden. Unter den begeisterten Gästen befand sich auch der inzwischen 90-jährige Gründer des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) Prof. Dr. Gotthilf Hempel, der den Bau der POLARSTERN einst maßgeblich vorangetrieben hatte.

„Ein neuer Blick auf einen alten Freund – so kam es mir vor, als ich die Brille aufsetzte“, schrieb der Ehrenbürger Bremerhavens ins Gästebuch. Der Ausstellungsbesuch habe ihn an seinen ersten Aufenthalt auf dem Eisbrecher vor 37 Jahren erinnert. „Es fehlte nur der Geruch und das Schaben des Eises an der Bordwand. Herzlichen Dank für dieses Wiedersehen mit unserer „Polarstern“.

Als „Ikone der Polarforschung“ würdigte Museumsdirektorin Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner die POLARSTERN in ihrer Begrüßungsrede vor Mitgliedern des Fördervereins Deutsches Schiffahrtsmuseums und zahlreichen Gästen aus Wissenschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft. „Für rund 100 Menschen pro Fahrt ist sie ein gewöhnlicher Arbeitsplatz. Für alle anderen: ein exklusiver Ort. Sie ist der Ort, wo Proben und Daten zu unserem globalen Klimasystem gewonnen werden. Der Ort, wo unter Extrembedingungen neues Wissen entsteht.“ Ziel der Ausstellung sei es, die Forschungsschifffahrt auf der POLARSTERN erlebbar zu machen.

Christoph Linne, Chefredakteur der Nordsee-Zeitung, moderierte anschließend eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Virtual Reality statt Vitrinen?“ über Chancen und Grenzen digitaler Wissensvermittlung in Museen und Forschungseinrichtungen: Dank Nobelpreisträger Prof. Dr. Peter Lemke vom AWI, dem Bremerhavener Stadtrat Michael Frost, Playersjourney-Geschäftsführer Dr. Christian Stein und DSM-Direktorin Kleingärtner brachte die Runde Sichtweisen aus Forschung, Politik, IT und Museumspraxis zusammen.

In der Ausstellung, die bis zum 31. März 2020 läuft, befinden sich mehrere Virtual (VR) und Augmented Reality (AR) Stationen. Ein Modell der POLARSTERN wurde dazu eigens digitalisiert und ist in voller Größe im Raum zu erkunden. Kombiniert wird das virtuelle Erlebnis mit realen historischen Exponaten und Forschungsinstrumenten von Bord.

Im ersten Teil der virtuellen Forschungsexpedition erfahren die Besucherinnen und Besucher alles Wissenswerte über die POLARSTERN. Anhand eines digitalisierten Schiffsmodells, das über 3D-Brillen im Museumsraum erlebbar ist, werden Aufbau und Funktionen des Schiffs erläutert. Im zweiten Teil geht es dann virtuell an Bord. An vier Stationen erhalten die Gäste der Ausstellung mittels 360°-Filmaufnahmen einen hautnahen Einblick in das Fahren, Forschen und Leben. Zu sehen sind unter anderem Videos vom Maschinenraum, der Brücke, von verschiedenen Laboren oder dem berühmten Blauen Salon. Im dritten Teil der Expedition lädt die Polarlounge zum Verweilen ein. Hier bietet sich die Möglichkeit, ein Feedback zur Ausstellung zu geben sowie an verschiedenen Mitmach-Aktionen zur Polarforschung teilzunehmen.

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