DSM trauert um Dr. Uwe Schnall

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DSM trauert um Dr. Uwe Schnall

19.08.2019

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte (DSM) trauert um seinen ersten wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Uwe Schnall, der am 8. August im Alter von 78 Jahren verstorben ist. Schnall war 30 Jahre lang, von 1974 bis 2004, für das DSM tätig.  „Mit ihm verliert das DSM einen treuen Wegbegleiter, der entscheidend zum erfolgreichen Aufbau unseres Hauses beigetragen hat“, sagt Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner, Geschäftsführende Direktorin des DSM. „Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.“

Als Leiter des Bereiches Walfanggeschichte plante Schnall nach jahrelanger Sammlungs- und Forschungstätigkeit eine eigene Ausstellungsabteilung im 2000 eröffneten Erweiterungsbau des DSM und konnte hierfür mehrere bedeutende Exponate erwerben, unter anderem das große Pottwalskelett, das monumentale Ölgemälde des Ratsmalers Wulfhagen von 1669 aus dem Bremer Rathaus und eine Schaluppe der amerikanischen Walfangbark "Wanderer" aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Spätestens seit dem Erhalt der Hamburger Stiftung Bruhn, die ca. 120 wertvolle Objekte - von Ölgemälden holländischer Meister bis zu modernen Harpunengewehren - umfasst, gehört die Sammlung des DSM zum Thema Walfang zu den bedeutendsten der Welt. Auch die Sammlung zur Navigationsgeschichte mit zahlreichen Navigationsinstrumenten und historischen Seekarten baute Schnall mit großem Erfolg aus. Seine eigenen Forschungen galten hauptsächlich der Navigation in Mittelalter und Früher Neuzeit, vor allem der Entwicklung und Bedeutung der Segelanweisungen und Karten, der Navigation im Entdeckungszeitalter und dem Wissenstransfer zwischen Mittelmeerraum und Nordeuropa.

Als Leiter des Bereiches Navigationsgeschichte gelang es Schnall, die Sammlung des DSM so zu erweitern, dass sie die Entwicklung der Navigation vom Spätmittelalter bis zur Neuzeit aufzeigen konnte. Besonderes Augenmerk legte er dabei deutsche Navigationsinstrumentenproduktion im 19. Jahrhundert. Die Sammlung historischer Seekarten konnte unter seiner Ägide so ausgebaut werden, dass sie als Spezialsammlung in den Berliner Katalog bedeutender Kartensammlungen aufgenommen wurde. Die besonders enge Zusammenarbeit mit der Kartenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz mündete unter anderem in mehreren gemeinsamen Ausstellungen.

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