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Fernweh und Imperialismus

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Fernweh und Imperialismus

Wanderlust und Imperialismus
Reisefotografie ist bildgewordene Faszination, die Welt zu erkunden. Die touristische Entdeckung der Welt und deren Kommerzialisierung waren zugleich mit der gewalttätigen imperialen Eroberung und dem „Erwerb“ von Kolonien verbunden.

Industrialisierung und Globalisierung verwandelten im 19. Jahrhundert die Welt. Alles in diesem Zeitalter war im Wachstum begriffen: Der Austausch von Menschen und Waren zwischen den Kontinenten nahm stetig zu. Zugleich entstanden Archive, Bibliotheken und Museen. Die 1839 erfundene Fotografie bot sich als ideales Gedächtnismedium einer historischen Selbstverortung an. Auch Schiffe ermöglichten eine immer stärker werdende Vernetzung der Welt. Ende des 19. Jahrhunderts expandierte die Seefahrt: Neben den Segelschiffen fuhren immer mehr dampfbetriebene Schiffe über die Meere, die die Fahrtzeiten zuverlässiger und berechenbarer machten.

Die Dampfschifffahrt schuf damit die Voraussetzungen für eine bis dato unerreichte Blüte des Handels. Im Jahrhundert der Nationalstaatlichkeit, des Imperialismus und Kapitalismus dienten Kolonien den westlichen Weltmächten als Absatzmärkte und Rohstofflieferanten. Die Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft war das Rückgrat des wirtschaftlichen Profits der Kolonialmächte.

Das Deutsche Kaiserreich trat verspätet in den 1880er-Jahren in den Wettkampf der Kolonialmächte ein und suchte „seinen Platz an der Sonne“ (Bernhard von Bülow als Staatssekretär des Äußeren im Jahr 1897). Reichskanzler Bismarck war zunächst aus ökonomischen Gesichtspunkten Kolonialskeptiker, während der junge Kaiser Wilhelm II. unmittelbar nach seiner Krönung 1888 anstrebte, das Deutsche Reich als See- und Großmacht zu etablieren.

Für den marinebegeisterten Wilhelm II. diente das Schiff nicht nur als Mittel für seine militärischen Großmachtfantasien, sondern auch dazu, dem Forschungs- und Bildungsdrang nachzukommen. Wissenschaftliche Expeditionsreisen an Nord- und Südpol begleiteten die Jahrhundertwende ebenso wie Kreuzfahrten auf den Spuren des Kaisers nach Norwegen oder in den „Orient“. Das Schiff verband hierbei das imperiale Expansionsstreben mit Fernweh und Bildung und nährte zugleich das Narrativ des Abenteuers, welches die Schifffahrt von jeher begleitet hatte.

Kontakt

PD Dr. Gisela Parak

+49 (0) 471 482 07 834

g.parak@dsm.museum
 

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bibliothek@dsm.museum

 

Unbekannter Fotograf: Suezkanal, in: Reise-Erinnerungen Afrika, 1895 © Archiv DSM

Name des Sprechers: Michael Stephan-Hegner

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Unbekannter Fotograf: Araber am Webstuhl, in: Obermatrose E. Barnutz. Zur Erinnerung an meine Dienstzeit in Ost - Afrika an Bord der S.M.S. CAROLA, 1889 - 1891 © Archiv DSM

Name der Sprecherin: Vivian Koch

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Unbekannter Fotograf: Deutsches Schulgeschwader im Hafen von Port Said, 1889, in: Obermatrose E. Barnutz. Zur Erinnerung an meine Dienstzeit in Ost - Afrika an Bord der S.M.S. CAROLA, 1889 - 1891 © Archiv DSM

Name der Sprecherin: Deike Reddig

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Unbekannter Fotograf: ohne Beschriftung, in: Fotokonvolut: S.M.S. BUSSARD, 1895 - 1896 © Archiv DSM

Name des Sprechers: Luik Folkerts

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Unbekannter Fotograf: ohne Beschriftung, in: Erinnerungsblätter an die Reise im März 1905 an Bord der THERAPIA © Archiv DSM

Name des Sprechers: Joscha Glanert


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Unbekannter Fotograf: [Rückseite] Daniel als Wüstenreiter, in: Nachlaß Kapitän Daniel Steen, Fotokonvolut, DS STAMBUL, um 1900 © Archiv DSM

Name des Sprechers: Luik Folkerts

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Thomas Andrew: Bombardement of Luatuanuu, in: Kleiner Kreuzer S.M.S. BUSSARD in Samoa, 1895 - 1897 © Archiv DSM

Name des Sprechers: Anton Rendigs

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