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Hansekogge

Der Fund, die Bergung und der lange Weg der Restaurierung

Hansekogge von 1380Eine Hanse-Kogge aus dem Jahr 1380: Das Wrack wurde 1962 bei Baggerarbeiten im Schlamm der Weser bei Bremen-Rablinghausen entdeckt. Bald fand man heraus, dass es sich um eine der Koggen handelte, die bis 1400 die wichtigsten Schiffe der Hanse waren, und die man bis dahin nur von Abbildungen kannte.

Wir wissen heute, dass diese Kogge 1380, noch bevor sie ganz fertig gestellt war, von Sturm und Hochwasser erfasst wurde, weserabwärts trieb und dort sank. Das belegen die Werkzeuge und das Baumaterial vom Fundort und auch der noch nicht vollendete Ausbau des Schiffs.

Bevor die Strömungen des Gezeitenwechsels dem brüchigen Schiffskörper noch mehr Schaden zufügen konnte, mussten die etwa zweitausend Einzelteile geborgen werden. Dann begann der Aufbau, der sieben Jahre dauerte. Nur Dank der kenntnisreichen und detektivischen Arbeit der Fachleute konnte in dieser Zeit aus dem riesigen Puzzle wieder ein Schiff entstehen. Der Aufbau war auch deshalb für die Beteiligten so beschwerlich, weil eine Luftfeuchtigkeit von 97° nie unterschritten werden durfte. Andernfalls wäre das Holz, das über sechshundert Jahre im Wasser gelegen hatte, ausgetrocknet und dann zerfallen.

Danach erst konnte die Konservierung beginnen. Die Wissenschaftler im Deutschen Schiffahrtsmuseum hatten ein besonderes zweistufiges Tränkverfahren entwickelt, um den Zustand des nassen Holzes zu erhalten und zu sichern. Insgesamt 17 Jahre lang lag die Kogge nacheinander in zwei unterschiedlichen Polyethylenglykol-Bädern, einem wasserlöslichen Kunstwachs. Im Jahr 2000, also achtunddreißig Jahre nach ihrer Entdeckung, war die Kogge – mühsam befreit von erstarrten Polyethylenglykol-Krusten – schließlich unverstellt zu sehen.

Vermittelt wird in der Ausstellung auch, welche Arbeitsschritte sich noch anschlossen und mit welchen Verfahren die Fachleute die kleineren mittelalterlichen Schiffe konservierten.

Lageplan

Interaktiver Lageplan

Interaktiver Lageplan
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