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Wanderausstellung zu Gefahren von Munition am Meeresgrund startet in Bremerhaven

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Wanderausstellung zu Gefahren von Munition am Meeresgrund startet in Bremerhaven

14.07.2021

Welche Gefahren für Mensch und Meer gehen von gesunkenen Wracks und Munition auf dem Grund der Nordsee aus? Das EU-geförderte, internationale Projekt „North Sea Wrecks“ unter der Leitung des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte geht dieser Frage nach. Erste Ergebnisse werden nun in einer mobilen Wanderausstellung präsentiert, die ab dem 11. August vor dem Museum zu sehen ist.

Welche Gefahren gehen von Kriegswaffen aus, die in alten Wracks am Meeresboden der Nordsee liegen? Erste Antworten auf diese Frage bekommen Interessierte vom 11. bis 15. August: Vor dem DSM in Bremerhaven eröffnet die Wanderausstellung „Toxic Legacies of War – North Sea Wrecks“ des international besetzten und interdisziplinär forschenden Projekts North Sea Wrecks (NSW), das seit 2018 läuft. Zuletzt zog es im April hohe Aufmerksamkeit auf sich, als Beteiligte mit der HEINCKE zu einer Forschungsausfahrt aufbrachen. Westlich von Helgoland nahmen sie Proben vom Wrack der SMS MAINZ, die dort im Ersten Weltkrieg sank.

Die SMS MAINZ ist nur eines von vielen Wracks, in denen noch Kriegsgerät, Waffen und giftige Munitionsreste lagern, die in die Meeresumwelt gelangen könnten. Allein im deutschen Teil der Nordsee sind es Schätzungen zufolge rund 1,3 Millionen Tonnen Munition, aus denen durch Korrosion gefährliche Schadstoffe austreten können. In der Pop-up-Ausstellung wird die Problematik der verklappten Munition, der Kriegswracks und der daraus resultierenden Umweltverschmutzung in der Nordsee der Öffentlichkeit präsentiert und im Rahmenprogramm wissenschaftlich, politisch sowie historisch aufgearbeitet.

Interessierte aller Generationen erhalten einen 360 Grad-Einblick in das Projekt. Multimediale Stationen, die dank eines optischen Handverfolgungsmoduls coronakonform kontaktlos funktionieren, bieten eine spielerische Annäherung an das Thema. Gäste tauchen in einem Wissensspiel selbst zum Wrack, erkunden die Überreste und erleben die Lebenswelt unter Wasser. In einer weiteren Anwendung können virtuell in der Rolle von Forschenden Sediment-, Wasser- und Kratzproben genommen werden. Zusätzliche Informationsstelen bieten weitere Ergebnisse und Erkenntnisse rund um das Thema Munition und Wracks und den damit verbundenen Gefahren für Menschen, Fische und Umwelt. Über QR-Codes können darüber hinaus vertiefende Informationen über die Website der Ausstellung über mobile Geräte abgerufen werden.

Nach dem Auftakt in der Seestadt tourt die mobile Schau bis September 2022 durch Deutschland, Dänemark, die Niederlande, Norwegen und Belgien. Geplant sind Stopps auf Festivals und Veranstaltungen, die sich schwerpunktmäßig mit Meeresforschung und Meeresschutz beschäftigen.

North Sea Wrecks ist ein europäisches, interdisziplinäres Projekt mit einem Budgetrahmen von vier Millionen Euro, das von der EU über das Programm Interreg gefördert wird. Involviert sind neun Projektpartner aus fünf Ländern. Als Partner sind beteiligt: Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (Deutschland); Vlaams Instituut voor de Zee (Belgien); Aarhus University - Department of Geoscience (Dänemark); Stichting NHL Stenden Hogeschool – Maritiem Instituut Willem Barentsz (Niederlande); EGEOS GmbH (Deutschland); Periplus Consultancy BV (Niederlande); Forsvarets Forskningsinstitutt (Norwegen) und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Institut für Toxikologie und Pharmakologie (Deutschland).

Kontakt Presse

Thomas Joppig

0471 482 07 832

presse@dsm.museum

Eine Grafik verdeutlicht, wie die Pop-up-Ausstellung des "North Sea Wrecks"-Projekts aussehen wird.

Grafik: simple GmbH

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Mit dem NSW-Truck durch Europa: Die mobile Ausstellung tourt bis 2022 durch fünf Länder.

Grafik: simple GmbH

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Öffnungszeiten

Kogge-Halle öffnet wieder ab 30. Juli, Führungen und Schiffsbesichtigungen sind bereits möglich.

Weitere Infos

Anfahrt

Deutsches Schifffahrtsmuseum
Hans-Scharoun-Platz 1
D-27568 Bremerhaven

Kontakt

T. +49 471 482 07 0
M. info@dsm.museum

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