Die LostLift Datenbank - Hintergrund und Recherchemöglichkeiten

    15.04.2024

    Online-Vortrag / 15.4.2024 / 18.30 bis 20 Uhr / Teilnahme ist kostenlos / Link https://zoom.us/j/91614265164?pwd=ckZLcGpJdjhPenlyNVcwWFlLb090dz09

    Anlässlich des Tags der Provenienzforschung stellt das Team des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte am Montag, 15. April 2024 die am Haus entwickelte LostLift Datenbank in einem Online-Vortrag der Öffentlichkeit und präsentiert interessante Fälle.

    Seit 2018 untersuchen zwei ineinandergreifende, laufende und vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderte Forschungsprojekte am DSM in Bremerhaven die Prozesse dieser besonderen Form der Enteignung von Juden. In der Datenbank LostLift werden Recherchen zu den in den Häfen von Hamburg und Bremen geraubten und versteigerten Umzugsgütern von als Juden verfolgten Personen veröffentlicht.

    Die Provenienzforscherinnen Dr. Kathrin Kleibl, Dr. Jacqueline Malchow und Susanne Kiel informieren in dieser Online-Veranstaltung über die Hintergründe zur Datenbank und demonstrieren die Recherchemöglichkeiten. Während Dr. Kathrin Kleibl ihren Schwerpunkt auf Hamburg legt, erforscht Susanne Kiel die Beschlagnahmungen in Bremen. Die Aufgabe besteht darin, Informationen aus Tausenden von Dokumenten zusammenzuführen.

    Soweit aus den Dokumenten ersichtlich, rekonstruiert jeder Eintrag in die Datenbank den Weg des Umzugsgutes einer Eigentümerfamilie - vom Verlassen der Wohnung mit einem Spediteur bis zur Beschlagnahmung in einer Hafenstadt und schließlich der Versteigerung des Eigentums. Die entsprechenden Rückerstattungsakten vervollständigen das Bild. Darüber hinaus finden sich Informationen zu den einzelnen Beteiligten, seien es die geschädigten Familien selbst, die Spediteure, Gerichtsvollzieher:innen oder Käufer:innen der Gegenstände.

    Die LostLift Datenbank ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar, wobei die Inhalte in deutscher Sprache abgefasst sind, wie sie auch in den Dokumenten vorkommen. Hinter den Einträgen stehen Scans von einigen der Originalquellen. Die jeweiligen Quellen aller Daten sind angegeben.

     

     

     

     

    Kontakt

    Thomas Joppig

    presse@dsm.museum

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