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Zwischen Wirtschaftsförderung und Wirtschaftsbetrieb

Hamburgs öffentlicher Hafenbetrieb im Wandel, 1910–1970: Von staatlicher Kaiverwaltung in den freien Wettbewerb

Zwischen Wirtschaftsförderung und Wirtschaftsbetrieb
Kai Kähler
Bremen: Verlag H.M. Hauschild
Deutsche Maritime Studien/German Maritime Studies, Band 10

1. Auflage 2010, XVI, 383 Seiten, 13 Abbildungen, 17 x 22 cm, Hardcover, gebunden, 890 g
ISSN 1860-9899ISBN 978-3-89757-449-6
42,00 EUR Kaufen
Restbestand des DSM (verlagsseitig vergriffen).
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Zum Inhalt

Zu den Besonderheiten in den Hafenverwaltungen der kontinentalen Nordseehäfen gehörte die staatliche Kaiverwaltung in Hamburg. 1865 im Interesse des hamburgischen Handels gegründet, oblag ihr die wettbewerbsneutrale Abfertigung aller Dampfschiffe an den neuen Kaianlagen. Tiefer als in anderen Hafenstädten griff die öffentliche Hand in Hamburg damit in den Hafenbetrieb.

1910 geriet diese Organisationsform in die Kritik. 1935 erfolgte eine Zwangsvereinigung mit der ebenfalls staatlichen Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Gesellschaft zur späteren Hamburger Hafen- und Lagerhaus-Gesellschaft (HHLA). 1970 wurde das Staatsunternehmen in den freien Wettbewerb mit der privaten Hafenwirtschaft gestellt und die Hafenbetriebsorganisation nach dem Vorbild der Wettbewerbshäfen dereguliert.

Die Untersuchung zeichnet den Verlauf der politischen Debatte um diese Neuordnungen zwischen 1910 und 1970 in Hamburg nach. Sie beschreibt dabei einen Transformationsprozess des öffentlichen Hafenbetriebs von einem Instrument der Wirtschaftsförderung zu einem Wirtschaftsbetrieb im freien Wettbewerb.


Über den/die Autor/In

Kai Kähler, Jahrgang 1961, studierte Schiffbau, Mittlere und Neuere Geschichte, Politologie und Jura in Hamburg. 1990 Magister. 1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kulturamt, später am Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven. Seit 1996 Geschäftsführer des Kunstvereins Bremerhaven von 1886. Zahlreiche Ausstellungen. 2006 Promotion.