Direkt zum Inhaltsbereich springen Direkt zum Hauptmenü springen Direkt zur Suche springen Direkt zur Hilfeseite springen

Social Media

  • Externer Link:
  • Externer Link:
  • Externer Link:

Veranstaltungen

22. Oktober 2017

Schätze aus unserer Sammlung
Frederic Theis: Zwischen Kogge und Galeone. Schiffbau vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit.
mehr

26. Oktober 2017

Podiumsdiskussion zum »Meeresatlas«
Meer oder weniger? Ein Abend über die Bedeutung und Bedrohung der Weltmeere
mehr

07. November 2017

Generalumbau der QUEEN ELIZABETH 2 vom Oktober 1986 bis April 1987 in 179 Tagen auf der Lloyd Werft in Bremerhaven
Filmvortrag der Schiffahrtsgeschichtlichen Gesellschaft Bremerhaven e. V. in Kooperation mit dem Stadtarchiv Bremerhaven, dem Deutschen Schiffahrtsmuseum (DSM), dem Heimatbund der »Männer vom Morgenstern«, dem Nautischen Verein zu Bremerhaven und dem VDI Unterweser Bezirksverein
mehr

MoDiMiDoFrSaSo
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     

Veranstaltungen im Oktober
Alle Veranstaltungen
Archiv

PDF: Programmflyer 2017/2018 (2,4 MB)

Inhaltsbereich überspringen

Walfang

Die lange Geschichte der Jagd auf Wale und ihre Gründe

PottwalskelettSeit Jahrtausenden jagt der Mensch Wale, das belegen zahlreiche Funde. In neuerer Zeit unterscheidet man drei große Phasen: den Grönland-Walfang, den Walfang in der Südsee und in der Antarktis.

Der Grönland-Walfang entwickelte sich zwischen 1600 und 1800 und richtete sich auf die riesigen Mengen von Grönlandwalen in der Nähe von Spitzbergen. Nach den Engländern und Holländern schickten 1644 Hamburg und das damals dänische Altona Walfangschiffe in dieses Gebiet – später auch Bremen und andere norddeutsche Städte. Das Hauptinteresse galt der dicken Speckschicht der Tiere, die – zu Tran verkocht – vor allem als Brennstoff für Lampen benutzt wurde. Auch die Barten der Grönlandwale, die große Zahl langer elastischer Hornplatten, die sie an Stelle von Zähnen im Oberkiefer haben, wurden verarbeitet.

Beim Südsee-Walfang im 19. Jahrhundert galt die weltweite Jagd dem Pottwal. Neben dem Tran war besonders der »Walrat« gefragt, ein hochwertiges Fett im Kopf der männlichen Pottwale. Er diente als Rohstoff für Kerzen, Kosmetika und Arzneimittel. Zur Herstellung von Parfüm war die »Ambra« sehr begehrt, ein seltenes, wertvolles Stoffwechselprodukt im Darm des Pottwals. In dieser Zeit waren der Hafen New Bedford und die Insel Nantucket an der nordamerikanischen Ostküste die Welt-Zentren des Walfangs. Mit Schaluppen und Harpunen dehnten die Anwohner ihre Jagd auf die Pottwalherden von ihrer Küste bis in die Südsee aus.
 
Der Walfang in der Antarktis im 20. Jahrhundert war eine Folge der technischen Weiterentwicklungen der Fanggeräte und der Schiffe. Ganze Flotten arbeiteten in industriellem Maßstab in den reichen Fanggründen der Antarktis. Die Wale wurden von wendigen Dampfern aus mit Harpunenkanonen gejagt und in den Fabriken im Bauch der Mutterschiffe gleich verarbeitet. Die Nachfrage nach Walöl, z.B. als Rohstoff für Margarine, führte im nationalsozialistischen Deutschland dazu, dass Walfangflotten gebaut wurden.

Lageplan

Interaktiver Lageplan

Interaktiver Lageplan
mehr