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Veranstaltungen

28. Februar 2018

Auf den Spuren der Meuterer der »Bounty«
Bild- und Filmvortrag von Wolfgang Pistol
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12. März 2018

Umweltschutz, Digitalisierung und verschärfter Wettbewerb -aktuelle Herausforderung für die deutsche Seeschifffahrt
Vortrag von Herr Kapitän Alfred Hartmann, Verband Deutscher Reeder
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18. März 2018

Fragen an die Herkunft - Provenienzforschung im Deutschen Schiffahrtsmuseum
Vortrag von Dr. Kathrin Kleibl
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PDF: Programmflyer 2017/2018 (2,4 MB)

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Walfang (Geschlossen)

Die lange Geschichte der Jagd auf Wale und ihre Gründe

PottwalskelettSeit Jahrtausenden jagt der Mensch Wale, das belegen zahlreiche Funde. In neuerer Zeit unterscheidet man drei große Phasen: den Grönland-Walfang, den Walfang in der Südsee und in der Antarktis.

Der Grönland-Walfang entwickelte sich zwischen 1600 und 1800 und richtete sich auf die riesigen Mengen von Grönlandwalen in der Nähe von Spitzbergen. Nach den Engländern und Holländern schickten 1644 Hamburg und das damals dänische Altona Walfangschiffe in dieses Gebiet – später auch Bremen und andere norddeutsche Städte. Das Hauptinteresse galt der dicken Speckschicht der Tiere, die – zu Tran verkocht – vor allem als Brennstoff für Lampen benutzt wurde. Auch die Barten der Grönlandwale, die große Zahl langer elastischer Hornplatten, die sie an Stelle von Zähnen im Oberkiefer haben, wurden verarbeitet.

Beim Südsee-Walfang im 19. Jahrhundert galt die weltweite Jagd dem Pottwal. Neben dem Tran war besonders der »Walrat« gefragt, ein hochwertiges Fett im Kopf der männlichen Pottwale. Er diente als Rohstoff für Kerzen, Kosmetika und Arzneimittel. Zur Herstellung von Parfüm war die »Ambra« sehr begehrt, ein seltenes, wertvolles Stoffwechselprodukt im Darm des Pottwals. In dieser Zeit waren der Hafen New Bedford und die Insel Nantucket an der nordamerikanischen Ostküste die Welt-Zentren des Walfangs. Mit Schaluppen und Harpunen dehnten die Anwohner ihre Jagd auf die Pottwalherden von ihrer Küste bis in die Südsee aus.
 
Der Walfang in der Antarktis im 20. Jahrhundert war eine Folge der technischen Weiterentwicklungen der Fanggeräte und der Schiffe. Ganze Flotten arbeiteten in industriellem Maßstab in den reichen Fanggründen der Antarktis. Die Wale wurden von wendigen Dampfern aus mit Harpunenkanonen gejagt und in den Fabriken im Bauch der Mutterschiffe gleich verarbeitet. Die Nachfrage nach Walöl, z.B. als Rohstoff für Margarine, führte im nationalsozialistischen Deutschland dazu, dass Walfangflotten gebaut wurden.

Lageplan

Interaktiver Lageplan

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