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Von Rostock nach See

Die Geschichte der Rostocker Dampfschifffahrt 1850 bis 1945

Von Rostock nach See
Harald Hückstädt, Erik Larsen, Reinhard Schmelzkopf, Hans-Günther Wentzel
Bremerhaven: Deutsches Schiffahrtsmuseum; Wiefelstede: Externer Link: Oceanum Verlag
Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Band 74

1. Auflage 2011, 247 Seiten, 290 Abbildungen, davon 49 in Farbe, bedruckte Vorsätze, 21 x 27 cm, gebunden, mit farbigem Schutzumschlag, 1145 g
ISSN 0343-3625ISBN 978-3-86927-074-6
34,90 EUR Kaufen
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Zum Inhalt
In der Mitte des 19. Jahrhunderts nahm Rostock unter den deutschen Hafenstädten nach Hamburg und Bremen den dritten Platz ein. Doch schon nach wenigen Jahrzehnten hatten es Lübeck, Stettin und andere Häfen überflügelt. Wie war das möglich gewesen? Und wie gelang es den Reedern und Kaufleuten, aus diesem Tiefstand wieder herauszukommen?

Rostock hatte in der Segelschiffszeit eine besondere Position erlangt. Seine Schiffe liefen bis in den Fernen Osten und bis nach Südamerika. Die Hansestadt hatte dies nicht nur der Tüchtigkeit und dem Unternehmungsgeist ihrer Kapitäne und Kaufleute zu verdanken, sondern vor allem der Organisation ihrer Partenreedereien. In anderen Ostseehäfen war diese Geschäftsform längst nicht zu solcher Bedeutung gediehen.

Die Blütezeit ab 1903 erfuhr durch den Ersten Weltkrieg eine Unterbrechung und erlebte in den 1920er Jahren eine zweite Glanzzeit, die mit dem Ausgang des Zweiten Weltkriegs ihr Ende fand. Danach gingen die verbliebenen Reeder in den Westen, ihre Schiffe wurden zumeist von den alliierten Siegermächten übernommen. Rostock wurde Bestandteil der DDR, deren von der Sowjetunion abhängige Handelsflotte für Westdeutsche mehr oder weniger außer Sicht geriet, wie auch die übrigen Häfen der sozialistischen Ostseeanrainer.

Dieser historische Bruch ist noch immer nicht aufgearbeitet worden. Zur Geschichte der Rostocker Dampferflotte bis 1945 wurden bisher nur einige wenige Darstellungen in Jahrbüchern, Zeitschriften und im Privatdruck veröffentlicht.

In jahrelangen umfangreichen Recherchen vor und nach der »Wende« haben die Autoren Harald Hückstädt, Erik Larsen und Hans-Günther Wentzel aus verschiedensten Quellen Informationen und Dokumente beschafft, mit deren Hilfe sie ein lebendiges Bild der Hansestadt Rostock von den Anfängen der Dampfschifffahrt über die Zeiten der Hochkonjunktur bis zum Niedergang der Rostocker Dampferflotte nach dem Zweiten Weltkrieg nachzeichnen. Dabei haben sie auch die Biografien der Reeder, Makler und Kapitäne in ihren vielfältigen Beziehungen zueinander, aber auch in ihrer Konkurrenz untereinander berücksichtigt.

Harald Hückstädt und Hans-Günther Wentzel verstarben, bevor diese Arbeit abgeschlossen werden konnte. Sie wurde zu Ende geführt durch den dritten Autor, Erik Larsen, und seit 2007 durch den Schifffahrtsexperten Reinhard Schmelzkopf überarbeitet und ergänzt. Dieser hat den vorliegenden Band mit einer ausführlichen Reederei- und Schiffsliste versehen. Damit konnte ein bedeutendes Forschungsdesiderat zur Geschichte der deutschen Dampfschifffahrt geschlossen werden.


Über den/die Autor/In

Der Chemiker Dr. Harald Hückstädt hat sich über viele Jahre mit Rostocker Schifffahrtsgeschichte beschäftigt und zur regionalen Werftgeschichte Beiträge in Fachzeitschriften veröffentlicht. Er starb 1993.

Der Kaufmann Hans-Günther Wentzel ist gebürtiger Rostocker und durch seine Beiträge zur Stadtgeschichte Rostocks, insbesondere zur Schifffahrt und Reederei, in der Region bekannt geworden. Er starb im Jahr 2000.

Der pensionierte Lehrer Reinhard Schmelzkopf beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit deutscher Schifffahrtsgeschichte, insbesondere Schiffsbiografien. Er ist Initiator und Herausgeber der angesehenen Zeitschrift »Strandgut« sowie Verfasser zahlreicher weiterer Beiträge und  Einzelveröffentlichungen.

Der Augenarzt Dr. Erik Larsen, Sohn des Reeders Erik Larsen, wuchs in Rostock auf und hat sich von jeher mit der Geschichte der Stadt verbunden gefühlt. Als Mitbegründer historischer Arbeitskreise zur maritimen Regionalgeschichte Mecklenburgs sowie als Zeitzeuge und Kenner der Rostocker Geschäftswelt der 1930er Jahre  beförderte er maßgebend die vorliegende  Publikation.