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Viermastbark KRUZENSHTERN ex PADUA Neu

Eine deutsch-russische Dokumentation zur Technik- und Sozialgeschichte des Frachtseglers und Schulschiffs

Viermastbark KRUZENSHTERN ex PADUA
Thomas Böttcher und Christine Hieber
Bremerhaven: Deutsches Schiffahrtsmuseum; Wiefelstede: Externer Link: Oceanum Verlag
Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Band 77

1. Auflage 2016, 325 Seiten, 195 Abbildungen, davon 105 in Farbe, 44 Faksimileseiten, 21 x 27 cm, gebunden, mit farbigem Schutzumschlag und Planbeilage der Viermastbark KRUZENSHTERN im Maßstab 1:100, 1560 g
ISSN 0343-3625ISBN 978-3-86927-077-7
39,90 EUR Kaufen
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Der letzte deutsche Großsegler für die Handelsschifffahrt, die Viermastbark PADUA, wurde 1926 auf der Tecklenborg-Werft als »Flying P-Liner« für die Salpeterfahrt nach Chile erbaut. Das Schiff stellt in seiner Bauart als stählerner puristischer Rahsegler ohne Motorantrieb den Höhepunkt und Abschluss der technischen und ökonomischen Entwicklung in der Frachtsegelschifffahrt dar und ist als seetüchtiger Großsegler für die Forschung von besonderer schifffahrtshistorischer und technikgeschichtlicher Bedeutung.

Die PADUA ging nach dem Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion, die das bis heute hochseetüchtige Schiff unter dem Namen KRUZENSHTERN als Ausbildungsschiff für den seemännischen Nachwuchs wieder in Fahrt setzte. Es gehört heute zur Baltischen Fischereiflotte der Staatlichen Akademie in Kaliningrad. 

Während der deutsche Teil der Schiffsbiografie bei uns relativ gut erschlossen und bekannt ist, gibt es in Westeuropa kaum detaillierte Informationen über die Umbauten und den Betrieb des Schiffes unter russischer Flagge. Umgekehrt wissen die russischen Betreiber und Seeleute der KRUZENSHTERN nur wenig aus der deutschen Zeit ihres berühmten Schiffes.

In Zusammenarbeit mit der Staatlichen Technischen Universität in Kaliningrad und dem Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven wurde erstmals eine vollständige deutsch-russische Dokumentation zur Technik- und Sozialgeschichte des Frachtseglers und Schulschiffs erarbeitet. Die Ergebnisse wurden anlässlich des 90. Geburtstags der berühmten Viermastbark publiziert.

Christine Hieber macht in ihren Ausführungen zur Geschichte der PADUA/KRUZENSHTERN deutlich, dass die Viermastbark ohne ambitionierte sowjetische Kapitäne und Bewunderer, die sich während der sowjetischen Ära für den Erhalt des Seglers einsetzten und kreative Ideen für seinen Betrieb entwickelten, heute nicht mehr existieren würde. Gegen alle Widerstände und wirtschaftliche Bedenken setzten sie es durch, dass die alte PADUA zuerst als Forschungsschiff und dann als Ausbildungsstätte für angehende sowjetische und russische Schiffsoffiziere unter dem Namen KRUZENSHTERN neue Perspektiven bekam.

Der Band bietet neben Schilderungen besonderer Vorkommnisse auf See eine lückenlose Liste aller Reise unter deutscher, sowjetischer und russischer Flagge sowie Kurzbiografien aller Kapitäne, die das Schiff von 1926 bis heute geführt haben.

Der Band enthält eine detaillierte Beschreibung aller Umbauten des Schiffes von 1926 bis heute udn einen aktuellen kommentierten Generalplan der KRUZENSHTERN im Maßstab 1:100 von Thomas Böttcher sowie die faksimilierte Bauvorschrift der für den Bau der PADUA maßgebenden Viermastbark aus dem Hause F. Laeisz.


Über den/die Autor/In


Thomas Böttcher, Jahrgang 1965, hat Geschichte sowie Kunst- und Baugeschichte studiert, ist Modellbauer und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der baulichen Entwicklung von Segelschiffen. In den letzten Jahren hat er insbesondere die Konstruktion der modernen Viermastbarken seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert untersucht und in einem Buch neue Erkenntnisse zur Konstruktion des Riggs der Viermastbark PASSAT präsentiert, die ihn als profunden Experten zum Bau von High-Tech-Segelschiffen des 20. Jahrhunderts ausweisen.

Christine Hieber, geboren 1958, war von Jugend an insbesondere von großen Segelschiffen fasziniert, hat Logistik und Transportmanagement studiert und arbeitet bis heute in diesem Bereich. Sie hat zur Geschichte der Großsegler in verschiedenen Medien zahlreiche Artikel publiziert und in ihrer Freizeit Schiffsmodelle gebaut. Von 2011 bis 2015 fuhr sie als Ausbildungsoffizier auf KRUZENSHTERN und ist daher mit der Technik des Großseglers gut vertraut.