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Südsee-Tagebuch eines Bremer Kaufmanns (1845–1848)

Südsee-Tagebuch eines Bremer Kaufmanns (1845–1848)
Carl Traub
Bremerhaven: Deutsches Schiffahrtsmuseum; Wiefelstede: Externer Link: Oceanum Verlag
Aus dem handschriftlichen Manuskript transkribiert und mit Anmerkungen versehen von Hagen Allmeling in Zusammenarbeit mit Ursula Feldkamp, herausgegeben und eingeleitet von Volker Harms
Deutsches Schiffahrtsarchiv 34, 2011; Beiheft

1. Auflage 2012, 204 Seiten, 65 Abbildungen, 16,5 x 24 cm, Hardcover, gebunden, 600 g
ISSN 1868-9434ISBN 978-3-86927-134-7
17,90 EUR Kaufen
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Zum Inhalt

Im Sommer des Jahres 1845 hatte der Kaufmannssohn Eugen Carl Wilhelm Traub (1823–1894) seine kaufmännische Lehre in einem Bremer Übersee-Handelshaus beendet und sehnte nichts mehr herbei, als »Einige der fernen Länder ..., in denen Tausende ihr irdisches Wohl begründet hatten«, nun selbst aufzusuchen, wie es die meisten seiner gleichaltrigen Freunde schon vor ihm getan hatten. Da traf es sich gut, dass das Handelshaus, in dem er gelernt hatte, zugleich über eine Reederei verfügte. Als kaufmännischer Begleiter eines vormaligen Walfang-Kapitäns, von dem der Plan für die Handelsreise in die Südsee stammte, ging es im August 1845 auf die »Reise von Bremen nach dem Großen Ocean«, wie Carl Traub sein Reisetagebuch selbst betitelt hat.

Diese für die private Lektüre in der Familie gedachten Aufzeichnungen bieten nun, mehr als eineinhalb Jahrhunderte später, eine wahre Schatztruhe an äußerst spannend zu lesenden Informationen über die damalige Situation auf den Inseln der Südsee, zu denen gerade erst intensivere Kontakte durch Europäer und Amerikaner – Händler, Missionare, Walfang- und Kriegsschiffsbesatzungen, entlaufene Sträflinge u.a. – hergestellt wurden.

Die mit großer Liebe zum Detail verfassten Schilderungen der Erlebnisse des Autors bilden heute eine wichtige Quelle für Forschungen zur historischen Ethnographie Ozeaniens, zur Kolonial- und Missionsgeschichte der Pazifikinseln sowie insbesondere im zweiten Teil der Reisen, die Traub zu den Handelszentren Ost- und Südostasiens führten, zur Wirtschaftsgeschichte einer Hafen- und Hansestadt wie Bremen in der Mitte des 19. Jahrhunderts.