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SOVEREIGN OF THE SEAS

Die Skulpturen des britischen Königsschiffes von 1637

SOVEREIGN OF THE SEAS
Hendrik Busmann
Bremerhaven: Deutsches Schiffahrtsmuseum; Hamburg: Convent Verlag
Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Band 54

1. Auflage 2002, 311 Seiten, 201 vielfach farbige Abbildungen, 3 Falttafeln, 21 x 27 cm, gebunden, mit farbigem Schutzumschlag, 1580 g
ISSN 0343-3625ISBN 978-3-934613-19-5
Vergriffen derzeit nicht bestellbar

Zum Inhalt

Die SOVEREIGN OF THE SEAS, erbaut 1635 bis 1637 für König Charles I. von Großbritannien, zählt zu den außergewöhnlichsten Seglern des 17. Jahrhunderts. Ihre technikgeschichtliche Bedeutung wurde schon in zahlreichen Fachveröffentlichungen herausgestellt. Dieser Band, illustriert mit über zweihundert zum Teil farbigen Abbildungen und drei großen Faltplänen, widmet sich erstmals der prachtvollen künstlerischen Ausstattung des Schiffes, das vor mehr als 300 Jahren verbrannte.
 
Ausgehend von der Frage nach dem praktischen Zweck der mehr als tausend blattvergoldeten Figuren, befaßt sich Hendrik Busmann mit den Funktionen des Königsschiffes als Medium herrscherlicher Selbstdarstellung. Dabei wird deutlich, daß es sich entgegen landläufiger Meinung keineswegs um bloße Dekoration handelt. Dem Schnitzwerk liegt vielmehr ein komplexes ikonographisches Programm zugrunde, welches elementare Repräsentationsaufgaben erfüllt und deshalb einen unverzichtbaren Bestandteil des Gesamtkunstwerkes bildet.

Im zweiten Teil des Buches folgt eine umfassende Deutung des Programms. Vor dem kulturgeschichtlichen Hintergrund absolutistischer Herrscherideologie, deren Wurzeln bis ins Mittelalter zurückreichen, eröffnet sich dem Leser die Geisteswelt der frühen Stuartkönige. Er erhält damit den Schlüssel zum Verständnis der in allegorischer »Bildsprache« komponierten Skulpturenzyklen.
 
So liefert Busmann nicht nur einen wichtigen Forschungsbeitrag zum Schiff, sondern weist auch neue Wege zu einer angemessenen Würdigung der tragischen und oft mißverstandenen Person Charles' I. Die akribische Arbeit Busmanns wurde im Dezember 2004 mit dem von der Philisophischen Fakultät der Universität zu Köln verliehenen Preis der Offermann-Hergarten-Stiftung ausgezeichnet.


Über den/die Autor/In

Hendrik Busmann, Jahrgang 1955, studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Volkskunde an den Universitäten Köln und Bonn und promovierte 1998 mit dem vorliegenden Werk. Neben seiner wissenschaftlichen Forschungsarbeit sammelte er auch Erfahrungen in praktischer Seemannschaft bei Fahrten als Deckshand, Bootsmann und Takler auf Rah- und Gaffelseglern.