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Das Schiff im Kartenbild des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Kartographische Zeugnisse aus sieben Jahrhunderten als maritimhistorische Bildquellen

Das Schiff im Kartenbild des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
René Tebel
Bremerhaven: Deutsches Schiffahrtsmuseum; Wiefelstede: Externer Link: Oceanum Verlag
Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Band 66

1. Auflage 2012, 344 Seiten, 256 überwiegend farbige Abbildungen, 21 x 27 cm, gebunden, mit farbigem Schutzumschlag, 1490 g
ISSN 0343-3625ISBN 978-3-86927-066-1
69,90 EUR Kaufen
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Zum Inhalt

Zwischen dem Bekanntheitsgrad von Schiffsdarstellungen auf alten Karten und dem Grad ihrer wissenschaftlichen Auswertung besteht ein gravierendes Missverhältnis: Sind ihre Abbildungen auch recht bekannt, so wurde ihr historischer Quellenwert im wissenschaftlichen Diskurs bislang nur sehr vereinzelt wahrgenommen. Zum Beispiel dienten Schiffsdarstellungen auf alten Karten, deren Entstehungsumfeld im maritimen Milieu lag, als Quelle für das Aussehen zeitgenössischer Schiffstypen.

Mit dem vorliegenden Buch gelingt es René Tebel erstmals, die Schiffsdarstellungen auf abendländischen Karten aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit in einem umfassenden und abgerundeten Gesamtbild als vielschichtige Quelle zur maritimen Kulturgeschichte zu präsentieren.

Hierfür werden die Motive der Kartenkünstler für die Aufnahme von Schiffsdarstellungen und die thematische Verwendung dieser Bildquellen analysiert. Es entsteht ein facettenreiches Abbild sowohl hinsichtlich der regionalen und zeitlichen Vorlieben in den jeweiligen zeitgenössischen Zentren der Kartenkunst als auch in Bezug auf die unterschiedlichen nutzerspezifischen Interessen an maritimen Themen.

Daneben werden der Wert der Darstellungen als Quelle für die Schiffstypologie behandelt sowie die Zahl der für eine schiffstypologische Auswertung verwendbaren Schiffsabbildungen nach eingehender quellenkritischer Betrachtung erweitert und aufgezeigt, dass den maritimen Illustrationen zudem größte Bedeutung als Quelle zur Datierung und regionalen Einordnung anonymer Karten zukommen kann.

Durch die Einbindung von mehr als 250 qualitätvollen Illustrationen – teilweise auch bisher unveröffentlichter Quellen – entsteht ein wahrer Augenschmaus für alle Freunde alter Schiffe und Karten. Eine im Internet bereitgestellte Kartobibliographie über 750 Karten mit Schiffsdarstellungen aus dem Betrachtungszeitraum, die über den in diesem Buch eingedruckten Zugriffscode zugänglich ist, macht das Werk zu einer Grundlage zukünftiger Forschung.

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Über den/die Autor/In

René Tebel, Historiker und ehemaliger Doktorand am Nationalmuseum Deutsches Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven, forscht und lehrt am Institut für Geschichte der Universität Wien, an der er 2004 mit der vorliegenden Arbeit promoviert wurde. Seit Jahren publiziert er zu maritim- und kartographiehistorischen Themen.