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PDF: Programmflyer Sommer 2017 (4,5 MB)

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Dhaus – die Koggen des Indischen Ozeans

DSM eröffnet am Samstag eine Sonderausstellung des Schweizer Starfotografen Beat Presser

Was haben Dhaus und Koggen gemeinsam? »Einiges«, sagt der Volkskundler Hans-Walter Keweloh und hat die jüngste Sonderausstellung »Auf Sindbads Spuren – Fotografie von Beat Presser« deshalb auch im Koggehaus des Deutschen Schiffahrtsmuseums platziert. Am Samstag, 2. Juli 2011, wird sie um 11 Uhr eröffnet und ist dort bis zum 30. Oktober zu sehen. Nach der Premiere in Tansania ist Bremerhaven die erste europäische Station der Wanderausstellung des international berühmten Schweizer Fotografen Beat Presser.

Als die ersten Koggen des Mittelalters die Handelsschifffahrt Nordeuropas begründeten, segelten Dhaus schon viele Jahrhunderte auf dem Meeren und Flüssen Arabiens, Afrikas und Indiens. In ihrer Bauart sind sie ähnlich einfach konstruiert wie die Hansekoggen. Und beiden haben auch ihren Zweck gemeinsam: Es sind Handelsschiffe. Dhaus segeln heute noch zu tausenden als Lastsegler, Koggen gibt es nur noch in musealen Nachbauten. Und Dhaus wie Koggen verbindet, dass sie derbe, strapazierfähige Handelsschiffe sind.

Beat Presser (59) aus Basel ist Kameramann und Fotograf zugleich. Berühmt wurde der Schweizer Starfotograf mit seinem Bildband über Klaus Kinski oder Impressionen zum Thema Buddhismus. Und auch die Ausstellung »Auf Sindbads Spuren«, die nach Bremerhaven in Leipzig gezeigt wird, beschreibt Pressers Vorliebe, Fremdes zu ergründen und in Zeitreisen einzufangen. »Nomaden des Windes« nennt er die Seeleute, die heute noch mit den relativ kleinen Dhaus den Indischen Ozean befahren – Lasten von Hafen zu Hafen bringen, damit fischen und darauf leben.

Die Ausstellung im Deutschen Schiffahrtsmuseum, die am Samstag von Hans-Walter Keweloh und Beat Presser gemeinsam eröffnet wird, zeigt die Welt der Dhaus und der Menschen, die damit arbeiten und mit ihnen leben. Presser hat sich dem Bau dieser robusten Lastsegler – sie sind im Rumpf aus Mangrovenholz gebaut im Deck und Mast aus Teak – ebenso gewidmet wie den Menschen. Und seine Ausstellung macht auch seine Liebe zum Detail deutlich.

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Pressemitteilung 08/11 • überregional
vom 30. Juni 2011