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Veranstaltungen

22. Oktober 2017

Schätze aus unserer Sammlung
Frederic Theis: Zwischen Kogge und Galeone. Schiffbau vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit.
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26. Oktober 2017

Podiumsdiskussion zum »Meeresatlas«
Meer oder weniger? Ein Abend über die Bedeutung und Bedrohung der Weltmeere
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07. November 2017

Generalumbau der QUEEN ELIZABETH 2 vom Oktober 1986 bis April 1987 in 179 Tagen auf der Lloyd Werft in Bremerhaven
Filmvortrag der Schiffahrtsgeschichtlichen Gesellschaft Bremerhaven e. V. in Kooperation mit dem Stadtarchiv Bremerhaven, dem Deutschen Schiffahrtsmuseum (DSM), dem Heimatbund der »Männer vom Morgenstern«, dem Nautischen Verein zu Bremerhaven und dem VDI Unterweser Bezirksverein
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PDF: Programmflyer 2017/2018 (2,4 MB)

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Klassische Navigation

Von der Orientierung durch Augenschein zur mathematischen Berechnung

Klassische Navigation

In der Frühzeit der Seeschifffahrt folgten die Boote und kleinen Schiffe meist der Küste. Bei Starkwind oder in der Nacht suchten sie Schutz am Strand oder auf bekannten Ankerplätzen. Wenn die Schiffer nicht selbst die Gegebenheiten der See, die Landmarken, die Kurse und ungefähren Entfernungen kannten, nahmen sie einen oder mehrere Lotsen mit. Zur Orientierung war neben guten Augen und einem guten Gedächtnis das Handlot das wichtigste Hilfsmittel.

Mit dem Aufkommen großer und hochbordiger Seeschiffe im Spätmittelalter verbot sich eine solche Art der Navigation. Diese Fahrzeuge konnten nicht mehr durch Riemen angetrieben werden, sondern waren ausschließlich auf ihre Segel angewiesen. Wegen der Unsicherheiten des Windes und ihres größeren Tiefgangs mussten ihre Schiffer stets darauf bedacht sein, einen möglichst großen Sicherheitsabstand zur Küste zu halten: Sie, die ehedem Schutz versprach, wurde nun eine der größten Gefahren für die Seefahrt. 

Dementsprechend änderten sich auch die Navigationsverfahren: Tiefreichende Lote erlaubten, den Schiffsort aus der Beschaffenheit des Meeresgrundes zu bestimmen, der Kompass zeigte für Kurse und Peilungen die Richtung, Seezeichen an Land und vor der Küste erleichterten die Orientierung, und die gesammelten Erfahrungen fanden Eingang in schriftliche Segelanweisungen – und schließlich auch auf Seekarten. 

Im ausgehenden Mittelalter und besonders in der Frühen Neuzeit, die oft auch als Zeit der wissenschaftlichen Revolution bezeichnet wird, kamen die Wissenschaften den Praktikern zur Hilfe: Astronomie, Mathematik, Geographie und verfeinerte ingenieurs-wissenschaftliche Fertigkeiten präzisierten zunehmend die Orientierung auf hoher See – insbesondere auch auf den interkontinentalen Seewegen. Das Bild des mit Jakobstab, Oktant oder Sextant »Sterne schießenden« Navigators ist für Jahrhunderte typisch geworden.

Erst die Technisierung der Navigation seit der Wende zum 20. Jahrhundert schuf grundsätzlich neue Bedingungen. Sie werden im Deutschen Schiffahrtsmuseum im Ausstellungsbereich »Moderne Navigation« dargestellt.

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Wissenschaftliche Verantwortung

Dr. Albrecht Sauer
Tel. 0471 482 07 25
Fax. 0471 482 07 55
sauer at dsm.museum