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Kapitän auf tausend Schiffen

Seefahrtslebensläufe einer Elbe-Seelotsengeneration 1860–1952

Kapitän auf tausend Schiffen
Karl B. Kühne
Bremen: Verlag H.M. Hauschild

1. Auflage 2001, 160 Seiten, 85 Abbildungen, 21 x 27 cm, Surbalin-Leinenband mit farbigem Schutzumschlag, 890 g
ISBN 978-3-89757-068-9
34,50 EUR Kaufen
Restbestand des DSM (verlagsseitig vergriffen).
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Zum Inhalt

Wenn ein in den Ruhestand verabschiedeter Lotse als Fazit seiner langjährigen Dienstzeit als Kapitän auf tausend Schiffen feststellen kann, diese stattliche, gleichwohl untertriebene Zahl von Schiffen ohne Unfall geleitet zu haben, so gehören dazu neben etwas Glück die durch eine lange praktische und sorgfältige theoretische Ausbildung erworbene große Erfahrung und Sicherheit im Beruf.

Bis zu ihrer Lockerung in den 1950er Jahren sahen die strengen Vorschriften in der Regel 15 Jahre Seefahrtszeit, darunter 20 Monate Segelfahrzeit, und den Erwerb von Steuermanns- und Kapitänspatent vor, ehe nach einer sechsmonatigen Spezialausbildung und bestandenem Examen mit Aushändigung der »Bestallung« das angestrebte Berufsziel erreicht war. Welche Mühsal diese Ausbildung bedeutete und wieviele Entbehrungen in dieser Zeit zu überstehen waren, zeigt der Autor, selbst langjähriger Seelotse, an ausgewählten Beispielen von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

Entstanden ist ein mit persönlichen Erinnerungen der Betroffenen gespickter Bilderbogen von der beschwerlichen Fahrzeit auf Segelschiffen in der europäischen und Salpeterfahrt, über Stürme, Strandungen, Kriegswirren und den Beginn des Dampferzeitalters, bis hin zum dramatischen Untergang der MONTE CERVANTES in Feuerland und der Ablösung der Dampfer durch Motorschiffe, der zugleich dokumentiert, wie sich die Bedingungen in der Seefahrt während dieser einhundert Jahre gewandelt haben.


Über den/die Autor/In

Karl B. Kühne, geboren 1920 in Brandenburg/Havel, begann seine Seefahrtszeit im Alter von 15 Jahren auf einem motorisierten Dreimastschoner in der Nord- und Ostseefahrt und fuhr von 1938 bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges auf Dampfern in der Überseefahrt nach Nord- und Südamerika, Ostindien und zum Persischen Golf. 1950 legte Karl B. Kühne das Examen zum Kapitän auf Großer Fahrt ab und wurde 1952 Seelotse in Cuxhaven. Als Nordseelotse war er 1958 maßgeblich an der Vereinigung der Lotsenbrüderschaften Hamburg und Cuxhaven beteiligt, fungierte mehrere Jahre als Kompanielotse bedeutender internationaler Reedereien und war zehn Jahre Beisitzer am Seeamt Hamburg und Bundesoberseeamt. Nach fast 31jähriger Tätigkeit als Cuxhavener Lotse/Elbe-Seelotse ging er 1983 in den Ruhestand. Seit den 1970er Jahren sammelt Karl B. Kühne Zeugnisse zur Geschichte des Lotsenwesens, befragte alte Kollegen, sichtete Archivbestände und trat bereits als Autor der 400jährigen Geschichte der Lotsenbrüderschaft Elbe in Erscheinung.