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Instrument unde Declinatie der Suennen

Das älteste niederdeutsche Navigationshandbuch von Jacob Alday aus dem Jahr 1578 (Originalausgabe herausgegeben von Johann Balhorn, Lübeck 1578)

Instrument unde Declinatie der Suennen
Bremerhaven: Deutsches Schiffahrtsmuseum; Wiefelstede: Edition Stiedenrod 2009
Raritäten der Seefahrtsgeschichte aus dem Deutschen Schiffahrtsmuseum, Band 1

Auf 400 Exemplare limitierte Auflage, in handwerklicher Tradition gefertigt, fortlaufend von Hand nummeriert!


Luxuskassette mit handgefertigtem Faksimile, Transkriptions- und Kommentarband, 42,5 x 26,5 cm
ISBN 978-3-86927-101-9
475,00 EUR 175,00 EUR Sonderpreis Kaufen

Schuber mit handgefertigtem Faksimile, Transkriptions- und Kommentarband, 15,5 x 19,0 cm
ISBN 978-3-86927-102-6
Vergriffen derzeit nicht bestellbar

Handgefertigtes Faksimile (Echt-Kalbspergament-Einband, Einzelband, 72 Seiten, mit beweglicher Windrose), 14,5 x 18,0 cm
ISBN 978-3-86927-103-3
259,00 EUR 89,00 EUR Sonderpreis Kaufen

Transkriptionsband (Halbleder-Einzelband mit Übertragung von Wolfgang Köberer, 72 Seiten), 14,5 x 18,0 cm
ISBN 978-3-86927-104-0
52,00 EUR 35,90 EUR Sonderpreis Kaufen

Kommentarband (Halbleder-Einzelband mit Erläuterungen von Wolfgang Köberer, 112 Seiten), 14,5 x 18,0 cm
ISBN 978-3-86927-105-7
59,00 EUR 39,90 EUR Sonderpreis Kaufen
Unsere Lieferbedingungen

Zum Inhalt
Seefahrer von den deutschen Küsten hatten bekanntlich keinen maßgeblichen Anteil an den großen Reisen des Entdeckungszeitalters. Dennoch gehört das in niederdeutscher Sprache verfasste Werk »Instrument unde Declinatie der Suennen« von Jacob Alday aus dem Jahr 1578 zu den ältesten Navigationshandbüchern Nordeuropas. Es enthält – zum ersten Mal im deutschen Sprachraum – eine Einführung in die in Portugal und Spanien Ende des 15. bis Anfang des 16. Jahrhunderts entwickelten Methoden der astronomischen Navigation nach Sonne und Polarstern.
Raritäten der Seefahrtsgeschichte aus dem Deutschen Schiffahrtsmuseum, Band 1
In diesem Band wird in Beispielen erläutert, wie aus einer Sonnenbeobachtung mit Astrolabium oder Jakobstab die Breite errechnet werden kann und welche Korrektur bei einer Messung der Polarsternhöhe angebracht werden muss. Auch die nötigen Tafeln der Sonnendeklination für jeden Tag im Vierjahreszyklus enthält der interessante Band, außerdem eine für die Breitensegelei nötige Tabelle mit den Breiten der wichtigsten Kaps, Inseln und Häfen von Westafrika bis zum Nordkap.

Im Gegensatz zu ihren iberischen Kollegen benötigten die Steuerleute der nordwesteuropäischen Küsten aber auch Methoden und Werkzeuge, um den Einfluss – vor allem die Zeit – der örtlichen Tide zu ermitteln. Aldays Büchlein enthält hierzu (als erstes gedrucktes Werk) ein Scheiben-Instrument aus Papier, den ältesten bisher bekannten Tidenrechner, dessen Prinzip noch heute für die genäherte Gezeitenberechnung verwendet werden kann.

Wer Jacob Alday war, lässt sich nur aus Indizien erschließen: Er war sehr wahrscheinlich Engländer und wurde schon früh mit den portugiesischen und spanischen Navigationsmethoden vertraut. Er fuhr später für die englische »Muscovy Company« und schließlich für den dänischen König zur See. Dass sein Buch den deutschen Steuerleuten den Weg zu den fernen Küsten und den Schätzen des Orients gewiesen hätte, ist allerdings eher unwahrscheinlich.