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Veranstaltungen

21. Januar 2018

Schätze aus unserer Sammlung
‚Bremer Kogge‘ und ‚Darßer Kogge‘. Zwei Schiffswracks, die Geschichte schrieben.
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18. Februar 2018

Macht und Pracht historischer Raumausstattungen: Arthur Fitgers monumentaler Gemälde-Zyklus
Vortrag von Eva-Maria Bongardt
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22. Februar 2018

NS-Provenienzforschung in Norddeutschland
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PDF: Programmflyer 2017/2018 (2,4 MB)

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Industrieller Schiffbau

Vom Nieten zum computergestützten Schweißen, von wirtschaftlichem Boom über die Globalisierung zum Verlust von Arbeitsplätzen

SchiffbauNoch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Schiffe ganz anders gebaut als heute. Damals zeichnete man nach den Konstruktionsplänen die Linienrisse auf dem Schnürboden auf. Danach wurden zunächst einmal hölzerne Schablonen angefertigt, die als Vorlagen für den Bau der Spanten, der Platten und all der anderen Teile des Rumpfs und der Aufbauten dienten. Auf dem Helgen wurden diese Teile dann – bei Wind und Wetter – durch Niete miteinander verbunden. Das war allerschwerste körperliche Arbeit! Sobald der Rumpf mit den Aufbauten fertig gestellt war, lief er vom Stapel. Danach konnten am Ausrüstungskai die Maschinen, die Inneneinrichtung und die Deckausrüstung eingebaut werden.

Inzwischen wurde aus dem traditionellen Schiffbau-Handwerk eine High-Tech-Branche, die sich auf wissenschaftliche Forschung stützt. Die Formen und Abmessungen der Schiffsbauteile werden am Computer berechnet und dann mit Schneidautomaten aus dem Rohmaterial geschnitten. Auf dem Helgen werden die Schiffe auch nicht mehr Stück für Stück, sondern aus vorgefertigten, gewaltigen Großsektionen zusammengesetzt, die oft mehrere hundert Tonnen wiegen. Computergestütztes, modernes Schweißen hat das Nieten schon lange abgelöst – eine enorme Ersparnis an Material und Gewicht und an Arbeitszeit! Um unabhängig von Wind und Wetter arbeiten zu können, werden die Schiffe heute fast vollständig in riesigen überdachten Baudocks hergestellt.

Doch nicht nur in technischer, auch in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht gab es in den letzten Jahrzehnten tief greifende Veränderungen. Die deutsche Schiffbauindustrie, die heute (2010) weltweit an vierter Stelle liegt, musste sich der wachsenden Konkurrenz, vor allem aus Japan, Südkorea und China, stellen. Nur im Spezialschiffbau ist der deutsche Schiffbau erfolgreich. Durch fehlende Aufträge, Umstrukturierungen und Rationalisierung haben dabei viele Tausende von Beschäftigten ihre Arbeitsplätze verloren.