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»... in den rauhesten nördlichen Gegenden ...«

Naturkundliche Betrachtungen zur Förderung des Seehandels und des Walfangs im 18. Jahrhundert

»... in den rauhesten nördlichen Gegenden ...«
Gerd Wegner
Bremen: Verlag H.M. Hauschild
Deutsche Maritime Studien/German Maritime Studies, Band 4

1. Auflage 2007, 384 Seiten, 75 Abbildungen, 17 x 22 cm, Hardcover, gebunden, 875 g
ISSN 1860-9899ISBN 978-3-89757-356-7
36,00 EUR Kaufen
Restbestand des DSM (verlagsseitig vergriffen).
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Zum Inhalt

1746 erschien in Hamburg unter dem Titel »Nachrichten von Island, Grönland und der Straße Davis zum wahren Nutzen der Wissenschaften und der Handlung« eine Beschreibung der Inseln Island und Grönland sowie ihrer Seegebiete. Ihrem Titel gemäß sollten diese »Nachrichten« der Wissenschaft und dem Handel nutzen, denn insbesondere hinsichtlich der damaligen Gewinnrückgänge im Salzheringshandel und in der Gröndlandfahrt als wesentliche Bestandteile der auch über Europa hinausgehenden Hamburger Handelsbeziehungen bestand Handlungsbedarf.

Vor dem Hintergrund der politischen und kommerziellen Situation sowie dem Wissensstand um die nördlichen Gegenden und ihrer Ressourcen im Hamburg des frühen 18. Jahrhunderts analysiert der Band, ob Johann Anderson, der große Bürgermeister seiner Heimatstadt Hamburg, auch als Autor seinem mit dem Buchtitel verkündeten Anspruch gerecht wurde. Aus der Entwicklung Andersons im kulturellen sowie innen- und außenpolitischen Spannungsfeld der Hamburger Frühaufklärung heraus lassen sich das Werden, der Inhalt und die wissenschaftliche Bedeutung der »Nachrichten« verstehen, die als einstiger »Bestseller« auch in dänischer, niederländischer und französischer Ausgabe erschienen.

Die Untersuchung verfolgt die Tradierungen wal- und fischereibiologischer Erkenntnisse, die damals zur direkten kommerziellen Nutzung zusammengestellt und international zu Lehrwissen wurden, bis in die jüngste Zeit. Aufgrund ihrer Bedeutung ist die »Polarstammtheorie des Herings« faksimiliert wiedergegeben. Die dänische Erwiderung zu den »Nachrichten« und indirekte wirtschaftliche Einflüsse werden dargelegt. Einer vielfältigen Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts zu den nordatlantischen Gebieten sind die in den »Nachrichten« zitierten, selektierten Quellen im Anhang gegenübergestellt.


Über den/die Autor/In

Gerd Wegner, Jahrgang 1947, studierte Ozeanographie in Kiel. 1972 Diplom. Bis 1975 am Deutschen Hydrographischen Institut. Bis 1993 Assistent der Deutschen Wissenschaftlichen Kommission für Meeresforschung, seitdem als Fischereiozeanograph an der Bundesforschungsanstalt für Fischerei in Hamburg vorwiegend mit der physikalischen Meereskunde der Nordsee befasst, auch auf See. 2005 Promotion im Fachgebiet Geschichte der Naturwissenschaften in Hamburg. Veröffentlichungen zu physikalischen Parametern der Nordsee und des Atlantiks sowie zur Geschichte der Meereskunde in Deutschland, deren Institutionen und Schiffen. Lebt in Hamburg.