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Häfen von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter

Zur Archäologie und Geschichte regionaler und überregionaler Verkehrssysteme

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Häfen stellen die entscheidenden Schnittstellen zwischen Land und Wasser dar; sie bilden die Basis jener ökonomischen Grundstrukturen, die in vor- und frühgeschichtlicher Zeit regionalen und überregi-onalen Schiffsverkehr, den Transport von Menschen, Waren und Informationen überhaupt erst ermög-lichten. Gebunden an progressive Prozesse, die sich aus dem Korrelat von »Schiff und Hafen« erge-ben, erlauben Häfen zunächst wichtige Einblicke in technikgeschichtliche Entwicklungen. Darüber hinaus sind sie aber auch hochkomplexe Systeme, in denen sich ökologische, logistische, ökonomi-sche, soziale, juristische, militärische und kultische Subsysteme überlagern und gegenseitig bedingen. Um das Phänomen »Hafen« in seiner gesamten Tragweite und zeitlichen Tiefe methodisch adäquat bewerten zu können, ist eine Identifikation dieser Subsysteme und deren Implikationen auf das Sied-lungsgeschehen von grundlegender Bedeutung.

Mit der Einrichtung eines Schwerpunktprogramms »Häfen von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mit-telalter – Zur Archäologie und Geschichte regionaler und überregionaler Verkehrssysteme« werden durch die Gesamtheit der jeweiligen Einzelanträge chronologische Hürden und räumliche Grenzen überschreitende Vergleichsanalysen initiiert, umso Häfen in einer dafür geeigneten, hoch dynami-schen Epoche interdisziplinär zu erforschen. Von besonderer Qualität ist dabei die Zusammenführung verschiedener Wissenschaftskulturen mit unterschiedlichen Forschungstraditionen und methodischen Ansätzen. Dabei konzentrieren sich die wissenschaftlichen Zielsetzungen auf die Etablierung einer einheitlichen Terminologie, Klärung der Wechselwirkungen zwischen Topographie und Hafenbau, Bewertung der umweltgeschichtlichen Implikationen, Analyse der Wirtschafts- und Verkehrsräume und die Erstellung kulturgeschichtlicher Entwicklungsmodelle. Nur so können Häfen als systemrelevante Strukturen erfasst, vergleichend analysiert und interpretiert werden.

PDF: Weitere Informationen (401.6 KB)

Kontaktdaten

Dr. phil. Ursula Warnke
Direktion
Tel. 0471 48207 67
Fax. 0471 48207 55
warnke at dsm.museum
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