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Forschungsschwerpunkt II

»Die deutsche Schifffahrt in den 1920er und 1930er Jahren im Spannungsfeld von Kontinuitäten, Krisen und Innovation«

Segelschiff Pamir

Es ist das Ziel dieses Schwerpunktes, für die beiden Jahrzehnte nach dem Ersten Weltkrieg die wechselnden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen auf die gesamte maritime Wirtschaft bis hin zur Polar- und Meeresforschung zu ermitteln.

Schifffahrt und Schiffbau wurden von anderen Faktoren beeinflusst als die Fischerei und die Fischwirtschaft. Deshalb sollen die Einwirkungen des wirtschaftlichen, technischen und sozialen Umfeldes auf die jeweiligen Bereiche und ihre unterschiedlichen Strategien herausgearbeitet werden. Auch wird die Frage nach der Offenheit gegenüber technischen und unternehmerischen Innovationen untersucht.

Aus den beiden Untersuchungen über den Zeitraum bis 1934 ging hervor, dass nicht nur – so die gängige These – die Bestimmungen des Vertrages von Versailles die Ursachen für die Probleme der deutschen Schifffahrt waren. Auch die Weltwirtschaftskrise, der technische Fortschritt und die Konzentrationsbestrebungen in der Schiffbauindustrie waren maßgeblich daran beteiligt. Der dritte Teil des Forschungsprojekts zu den deutschen Werften in der Zwischenkriegszeit untersucht die Entwicklung während des »Dritten Reiches«.

Zur technischen Entwicklung der deutschen Handelsschiffe wird in einem weiteren Projekt eine frei zugängliche Datenbank aufgebaut und im Internet veröffentlicht. Die Schiffsantriebe – insbesondere die Faktoren, die den Übergang von der Dampf- zur Motorschifffahrt hemmten oder beförderten – werden dabei im Vordergrund stehen.

Andere Projekte verlangen die Einbeziehung von zeitlich deutlich zurückliegenden Fakten. So soll der disziplingeschichtliche Hintergrund der Untersuchungen zur Deutschen Atlantischen Expedition in den Jahren 1925 bis 1927 erforscht werden, auch durch die Gazelle-Expedition von 1874 bis 1876. Daneben werden Aufzeichnungen zur Deutschen Antarktischen Expedition 1911 durch bisher unberücksichtigte Materialien ergänzt.

Ein weiteres Projekt rekonstruiert anhand von Bordtagebüchern und persönlichen Aufzeichnungen die Lebenswelt von Frauen auf Frachtsegelschiffen des 19. Jahrhunderts und der Zwischenkriegszeit.

Dauerausstellung

Hochseefischerei

Soziale und technische, politische und wirtschaftliche Entwicklungen
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Kontaktdaten

Ursula Feldkamp, M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Redaktion
Tel. 0471 48207 76
Fax. 0471 48207 55
feldkamp at dsm.museum
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Klaus-Peter Kiedel
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Archivleitung
Tel. 0471 48207 64
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Dr. phil. Dirk J. Peters
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
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Dipl.-Geogr. Reinhard Hoheisel-Huxmann
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
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