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Veranstaltungen

24. Juni – 25. Juni 2017

Koggethon
Informatik zum Mitmachen rund die ›Bremer Kogge‹
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01. Juli 2017

60. Jubiläum des Internationalen geophysikalischen Jahrs
Experimente rund um das Thema Eis. Programm für Kinder- und Familien
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04. Juli 2017

Wal voraus!
Sommerferienaktionen für Kinder
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PDF: Programmflyer Sommer 2017 (4,5 MB)

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Geschichte

Das Deutsche Schiffahrtsmuseum (DSM) wurde 1971 als nationales Schifffahrtsmuseum der Bundesrepublik  Deutschland gegründet. Ein wesentlicher, das Selbstverständnis des Hauses begründender Bestandteil der Sammlung ist ein mittelalterlicher Schiffsfund (die sog. »Hanse-Kogge von 1382«), der 1962 bei Ausbaggerungsarbeiten in einem Bremer Hafenbecken entdeckt wurde. Der Förderverein, der sich im Zusammenhang mit diesem Fund bildete und für die Gründung des Museums einsetzte, begleitet das Haus ideell und finanziell bis heute.

Hauptaufgabe und Alleinstellungsmerkmal des Museums waren zunächst die Rekonstruktion und Konservierung des mittelalterlichen Schiffsfundes. Weiterhin erfolgten der Aufbau, die Erschließung und die Pflege einer schifffahrtsgeschichtlichen Sammlung. Mit der Gründung des DSM nahmen auch Archiv und Bibliothek ihre Arbeit auf. 1975 wurde das Museum mit einer ersten Ausstellung der Öffentlichkeit übergeben.

Zeitgleich begann die sowohl natur- als auch geschichtswissenschaftlich sowie technisch ausgerichtete Forschung des DSM. Die technisch-naturwissenschaftliche Forschung beschäftigte sich anhand der mittelalterlichen »Kogge« mit der Nassholzkonservierung von Großfunden. Die Konservierung des Schiffsfundes ist seit 2000 abgeschlossen. Die Konservierung der Kogge gilt als ausgeforscht, sodass es zu einer Schwerpunktverlagerung gekommen ist. 2014 wurde der naturwissenschaftliche Forschungszweig endgültig eingestellt. Der Forschungsschwerpunkt dieses Schiffsfundes liegt heute auf der Forschungs- und Wissenschaftsgeschichte.

Die Geschichtsforschung begann mit grundlegenden Forschungsarbeiten, auf deren Basis die erste, in Teilen bis heute erhaltene Dauerausstellung entwickelt wurde. Dabei galt es insbesondere, eine unter typologischen Gesichtspunkten möglichst vollständige Sammlung des Museums zu zeigen. Die Akzente der Sammlung lagen in der Anfangszeit zunächst auf den Großexponaten.

1980 wurde das DSM in die gemeinsame Forschungsförderung durch Bund und Länder (»Blaue Liste«/ heute »Leibniz-Gemeinschaft«) aufgenommen. Das DSM ist heute das kleinste von acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft und das einzige deutsche Forschungsinstitut, das Themen der deutschen Schifffahrtsgeschichte aus einer gesamtstaatlichen Perspektive erforscht. Die Zugehörigkeit zur Leibniz-Gemeinschaft bedeutet eine Qualitätssicherung, die in bestimmten Abständen im Rahmen einer externen Evaluierung überprüft wird. Als Leibniz-Institut obliegt es dem DSM, in exzellenter, überregionaler Weise und im gesamtstaatlichen Interesse – mit Blick auf gesellschaftlicher Relevanz – zu forschen.

2012 wurden strukturelle und organisatorische Veränderungen herbeigeführt und in der Satzung verankert. Das DSM trägt seitdem die zusätzliche Bezeichnung Leibniz-Institut für deutsche Schifffahrtsgeschichte. Dadurch wurde ein derzeit noch andauernder Neuausrichtungsprozess eingeleitet. Grundlage dafür ist eine enge Verbindung von Forschung, Sammlung und Vermittlung, wobei die Forschung alle Programmbereiche des Hauses durchdringen soll. In der Folge wurden unter Beteiligung der Mitarbeiter/innen interne Abläufe und Gremien reorganisiert sowie neue Kooperationsbeziehungen auf- und bestehende ausgebaut, die Forschungsbinnenorganisation sowie das Forschungsprogramm neu strukturiert und Forschungsinhalte neu festgelegt. Im Rahmen eines Bau- und Sanierungsvorhabens stehen 42 Mio. EUR zur Verfügung, die zur Weiterentwicklung des Hauses eingesetzt werden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Neukonzeption der Ausstellung. Unter dem Motto »Mensch und Meer« sollen der Einsatz maritimer Technologien zur Nutzung der Meere und Ozeane sowie deren Wechselwirkungen mit der Umwelt thematisiert und die in diesem Zusammenhang durchgeführte Forschung für die Besucherinnen und Besucher sichtbar und erlebbar gemacht werden. Die Erneuerung der Ausstellung erfolgt in drei Schritten. In einem ersten Schritt wird im Winter 2016/17 die Kogge-Halle neu eröffnet.