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Die Jungfernreise der Viermastbark »PADUA« 1926/27

Tagebuchaufzeichnungen von Roderich Murrmann, mit Fotografien aus einem Album von Gerhard Störmer, kommentiert von Wolfgang Steusloff

Die Jungfernreise der Viermastbark »PADUA« 1926/27
Wolfgang Steusloff in Zusammenarbeit mit Marianne Störmer und Wolfgang Murrmann (Hrsg.)
Bremerhaven: Deutsches Schiffahrtsmuseum; Wiefelstede: Externer Link: Oceanum Verlag
Deutsches Schiffahrtsarchiv 31, 2008; Beiheft

2. Auflage 2012, 80 Seiten, 70 Abbildungen, 16,5 x 24 cm, Hardcover, gebunden, 320 g
ISSN 1868-9434ISBN 978-3-86927-131-6
12,90 EUR Kaufen
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Zum Inhalt

Als letzter Neubau eines frachtfahrenden Großseglers lief am 24. Juni 1926 auf der Werft von Joh. Tecklenborg in Geestemünde die stählerne Viermastbark PADUA (seit 1946 KRUSENSTERN) vom Stapel, ein Auftrag der Hamburger Reederei Ferdinand Laeisz. Von der Jungfernreise dieses Schiffes, das unter Führung von Kapitän Carl Schuberg am 30. August 1926 mit einer Stückgutladung von Hamburg nach Chile auslief und von dort mit der üblichen Salpeterladung nach guter Reise am 11. April 1927 im holländischen Bestimmungshafen Delfzijl festmachte, künden in schriftlicher Form nicht nur die offiziellen Logbucheintragungen der Schiffsführung und die obligatorischen Reiseberichte des Kapitäns an seinen Reeder, sondern auch wenigstens ein persönliches Tagebuch, das der als Jungmann gemusterte Roderich Murrmann (1907–1984) geführt hat.

Mit diesem Tagebuch wird nun ein weiteres jener seltenen Dokumente veröffentlicht, die aus erster Hand authentisch und zeitnah über das Alltagsleben an Bord eines Segelschiffes berichten und denen damit – ebenso wie Briefen und Lebenserinnerungen von Seeleuten – ein besonderer kulturgeschichtlicher Quellenwert zukommt. Hier sind es vor allem die vielfältigen Notizen, die über Angaben von Schiffspositionen, Kursen, Wetter, Segelführung und Fahrtgeschwindigkeiten hinausgehen und sehr realistisch, sachlich und stellenweise kritisch das harte, ganz und gar unromantische Leben an Bord eines frachtfahrenden Großseglers verdeutlichen.

Wie persönliche Aufzeichnungen und Briefe sind auch an Bord entstandene Fotografien aus früherer Zeit in manchem Familienbesitz bewahrt geblieben, so beispielsweise zwei Fotoalben des Hamburger Kapitäns Gerhard Störmer (1906–2000) mit Aufnahmen von seinen Fahrten als Schiffsjunge und Matrose auf Hamburger Segelschiffen: der Bark SELMA HEMSOTH ex WINTERHUDE 1924/25, der Viermastbark PEKING 1925/26 und der Viermastbark PADUA 1926/27.

Diese Fotografien, insbesondere natürlich die während der Jungfernreise der PADUA entstandenen Aufnahmen, und das Tagebuch von Roderich Murrmann korrespondieren miteinander recht eindrucksvoll und vermitteln zusammen ein kulturgeschichtlich aufschlussreiches Bild vom Bordleben auf deutschen Großseglern in den 1920er Jahren.

With an English Summary · Avec un résumé en français