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Deutscher Reishandel 1850 bis 1914

Die zentrale Rolle Bremens und der Familie Rickmers auf einem weltweiten Nahrungsmittelmarkt

Deutscher Reishandel 1850 bis 1914
Sören Dannhauer
Bremen: Verlag H.M. Hauschild
Deutsche Maritime Studien, Band 22

1. Auflage 2013, XVI, 285 Seiten, 17 Abbildungen, bedruckte Vorsätze, 17 x 22 cm, Hardcover, gebunden, 740 g
ISSN 1860-9899ISBN 978-3-89757-535-6
39,00 EUR Kaufen
Restbestand des DSM (verlagsseitig vergriffen).
Unsere Lieferbedingungen

Zum Inhalt

Überraschenderweise war Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts der weltweit größte Handels- und Verarbeitungsplatz für Reis. Einen entscheidenden Beitrag dazu lieferte die Bremerhavener Schiffbauer- und Reederfamilie Rickmers, die Reis erst als Transportgut für sich entdeckte, 1872 eine Reismühle kaufte und Bremen in der Folge zu einem der wichtigsten Orte der internationalen Reisindustrie machte. Obwohl der Rohstoff in Amerika und Asien bezogen werden musste, war Norddeutschland die zentrale Drehscheibe dieser Industrie.

In einer globalisierungsgeschichtlichen Betrachtungsweise gelingt es dem Verfasser, ökonomische, politische, technische und soziale Entwicklungen und Zusammenhänge zwischen Reisproduzenten und Reishändlern, der entstehenden Industrie und den Konsumenten aufzuzeigen. In diesem Buch werden Strukturen auf mehr als drei Kontinenten betrachtet, die sich deutsche Kaufleute und Reeder nutzbar machten, um sich im internationalen Reisgeschäft zu etablieren.

Andreas Rickmers schuf ein Firmenimperium, das im wahrsten Sinne des Wortes global wirtschaftete. Die von ihm 1901 gegründete Reis- und Handels AG besaß neben den Fabriken in Deutschland weitere Reismühlen in Österreich, Italien und Rumänien sowie vor allem in Birma und Siam. Deutsche Händler versorgten nicht nur Europa, sondern lieferten ihren Reis auch nach Nord- und Südamerika, in die Karibik und nach Asien.


Über den/die Autor/In

Sören Dannhauer, Jahrgang 1983, studierte Politikwissenschaft an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg und Geschichte an der Universität Bremen. Studienschwerpunkte waren politische Soziologie sowie die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts mit einem Fokus auf Politik- und Schifffahrtsgeschichte. Er wurde mit der vorliegenden Arbeit im Jahr 2012 zum Dr. phil. promoviert.