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Das Ebersdorfer Schiffsmodell von 1400 / The Ebersdorf Ship Model of 1400

Ein authentisches Sachzeugnis des spätmittelalterlichen Schiffbaus in Nordeuropa / An Authentic Example of Late Medieval Shipbuilding in Northern Europe

Das Ebersdorfer Schiffsmodell von 1400 / The Ebersdorf Ship Model of 1400
Arne Emil Christensen und Wolfgang Steusloff
Bremerhaven: Deutsches Schiffahrtsmuseum; Wiefelstede: Externer Link: Oceanum Verlag
Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Band 70

1. Auflage 2012, 126 Seiten, 69 Schwarzweiß- und Farbabbildungen, zweisprachig (dt./engl.), 21 x 27 cm, gebunden, mit farbigem Schutzumschlag, 830 g
ISSN 0343-3625ISBN 978-3-86927-070-8
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Zum Inhalt
Seit der Identifizierung einer spätmittelalterlichen Votivgabe in der Stiftskirche von Ebersdorf bei Chemnitz als präzise Nachbildung eines nordeuropäischen Seeschiffes jener Zeit und der Veröffentlichung erster Untersuchungsergebnisse in den Jahren 1981 und 1983 ist ein Pendant zum Mataró-Modell bekannt, das bis dahin in Europa als einziges erhaltenes Schiffsmodell aus der Zeit vor 1500 galt.

Seit nunmehr drei Jahrzehnten nimmt die mit dem Modell aus Mataró bei Barcelona in kulturgeschichtlicher und schiffbaugeschichtlicher Bedeutung gleichrangige Schiffsnachbildung aus Ebersdorf in der maritimen Fachliteratur einen festen Platz ein, was auch zu zahlreichen Nachfragen bezüglich weiterer Untersuchungen, einer Aufmessung und danach gefertigten Rissen geführt hat. Zudem bedauerte man in Fachkreisen, dass die Veröffentlichung von 1983 nicht auch in englischer Sprache erfolgt ist.

Nachdem nun alle erforderlichen Arbeiten abgeschlossen sind und die Ergebnisse der Holz- und Kalfatanalysen vorliegen, kann endlich – auch im Kontext der seit den 1980er Jahren zu verzeichnenden neueren schiffsarchäologischen Funde und dem fortgeschrittenen Wissensstand auf diesem Gebiet – eine aktuelle und ausführlichere zweisprachige Veröffentlichung zum spätmittelalterlichen Schiffsmodell in der Stiftskirche zu Ebersdorf vorgelegt werden.



Since the identification of a Late medieval votive offering in the Collegiate Church of Ebersdorf near Chemnitz as a precise model of a Northern European seagoing ship of that period and the publication of the results of initial investigations in 1981 and 1983, a counterpart has been known to the Mataró Model, previously thought to be the only extant ship model dating from the period around 1500.

For three decades now, the Ebersdorf model – which is on a par with the model from Mataró near Barcelona with regard to its significance for both cultural history and the history of shipbuilding – has been firmly anchored in specialist maritime literature. This had led to numerous calls for further investigations, the model's precise measurement, and the plans carried out subsequently. What is more, regret has often been voiced among the experts about the fact that the publication of 1983 never appeared in English as well.

All the necessary work has meanwhile been completed and the results of the wood and caulking analyses are now available. On that basis, and in the context of the marinearcheological finds made since the 1980s and the advanced state of knowledge in this field, a detailed, up-to-date bilingual publication of the Late medieval ship model in the Ebersdorf Collegiate Church can finally be presented.


Über den/die Autor/In

Arne Emil Christensen, Jahrgang 1936, gilt als Pionier der schiffsarchäologischen Forschung in Norwegen. 1967 leitete er eine erste Ausgrabungskampagne am Wrack der Fregatte LOSSEN und war in der Folge an zahlreichen anderen archäologischen Unternehmungen beteiligt, u.a. in L'Anse aux Meadows. Im Jahr 2009 wurde Christensen, Professor emeritus für Nordische Archäologie an der Universität Oslo und von 1990 bis 2006 Leiter des Wikingerschiffsmuseums in Oslo, die Königliche Verdienstmedaille in Gold verliehen. Zahlreiche Veröffentlichungen, insbesondere auf dem Gebiet des hölzernen Schiff- und Bootsbaus.

Wolfgang Steusloff, Jahrgang 1954, befasst sich seit Mitte der 1970er Jahre intensiv mit der maritimen Volkskunde. Von 1980 bis 1987 Fahrenszeit als Nautischer Offizier in der Handelsschifffahrt. Seitdem als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Rostocker Arbeitsstelle des Berliner Akademie-Instituts für Volkskunde, seit 1999 Institut für Volkskunde an der Universität Rostock, tätig. 1994 Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen zur maritimen Kulturgeschichte, zur Alltagskultur maritimer Berufsgruppen, zum maritimen Kulturwandel und zur Kulturgeschichte der Kirchen-Schiffsmodelle.