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Das Bremer Schlachte-Schiff Neu

Eine Proto-Kogge mit Heckruder aus der Zeit um 1100

Das Bremer Schlachte-Schiff
Manfred Rech
Bremerhaven: Deutsches Schiffahrtsmuseum; Wiefelstede: Externer Link: Oceanum Verlag
Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Band 76
Mit Beiträgen von Michael Wesemann und Wilhelm Voigt

1. Auflage 2016, 264 Seiten, 142 Abb., davon 61 in Farbe, 21 x 27 cm, gebunden, mit farbigem Schutzumschlag, 1215 g
ISSN 0343-3625ISBN 978-3-86927-076-0
34,90 EUR Kaufen
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Die Geschichte von der Auffindung des Schlachte-Schiffes 1991 in einem Kanalbauwerk 14 Meter unter der Schlachte, dem alten Bremer Hafengelände an der Weser, liest sich wie ein Kriminalroman. Nicht minder spannend war die Bergung 1992.

Festgestellt und teilweise geborgen wurde ein ungewöhnlich stark gebautes, mit vielen Halbspanten versehenes Segelschiff mit deutlichen Kogge-Merkmalen, das auf der Basis eines weitgehend flach ausgehöhlten mächtigen Eichenstammes errichtet war und dessen aus dem vollen Holz geschnitzter Steven schon ein Heckruder trug – der weltweit älteste Befund dieser Art! Denn nachdem schon eine Reihe von C14-Daten auf das 11./12. Jahrhundert hinwies, hat schließlich auch die Dendro-Datierung die Bauzeit des Schiffes um das Jahr 1100 bestätigt.

Für Bremen und weit darüber hinaus ist der Fund von eminenter schiffshistorischer Bedeutung. In der von dem früheren Bremer Landesarchäologen Prof. Dr. Manfred Rech verfassten Publikation wird darüber hinaus auf andere Schiffsfunde der gleichen Zeit, auf urkundliche Belege zum nationalen und internationalen Schiffsverkehr im Hochmittelalter eingegangen und darauf, wie es im 12. Jahrhundert im Bremer Hafenbereich ausgesehen haben könnte.

Michael Wesemann, der damals maßgeblich an der Bergung des Wrackteils beteiligt war, geht auf die sensationellen Moos-Seile und die besondere Kalfattechnik des Schiffes ein, der Hamburger Schiffsmodellbauer Wilhelm Voigt hat sich an ein Teilmodell des Schiffes im Maßstab 1 : 10 gewagt.


Über den/die Autor/In

Prof. Dr. Manfred Rech, von 1990 bis 2007 Bremer Landesarchäologe. Hier vor allem Untersuchungen zur Mittelalterarchäologie. Davor Leiter einer Außenstelle der rheinischen Bodendenkmalpflege. Größter Erfolg dort war 1976 die Ausgrabung einer römischen Glashütte des 4. Jahrhunderts n. Chr.

Michael Wesemann, eigentlich studierter Biologe, war ab 1980 freier Mitarbeiter der Bremer Landesarchäologie und an zahlreichen Ausgrabungen beteiligt. Seit 1995 ist er beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, Abteilung Archäologie, im Referat Oldenburg als Grabungstechniker tätig.

Wilhelm Voigt erhielt nach anstrengenden Jahren auf der Hamburger Norderwerft eine Hausmeisterstelle an einer Hamburger Schule. In seiner Freizeit widmet er sich besonders seinem Hobby, dem Schiffsmodellbau.