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Veranstaltungen

22. Oktober 2017

Schätze aus unserer Sammlung
Frederic Theis: Zwischen Kogge und Galeone. Schiffbau vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit.
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26. Oktober 2017

Podiumsdiskussion zum »Meeresatlas«
Meer oder weniger? Ein Abend über die Bedeutung und Bedrohung der Weltmeere
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07. November 2017

Generalumbau der QUEEN ELIZABETH 2 vom Oktober 1986 bis April 1987 in 179 Tagen auf der Lloyd Werft in Bremerhaven
Filmvortrag der Schiffahrtsgeschichtlichen Gesellschaft Bremerhaven e. V. in Kooperation mit dem Stadtarchiv Bremerhaven, dem Deutschen Schiffahrtsmuseum (DSM), dem Heimatbund der »Männer vom Morgenstern«, dem Nautischen Verein zu Bremerhaven und dem VDI Unterweser Bezirksverein
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PDF: Programmflyer 2017/2018 (2,4 MB)

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Dampfschifffahrt

Der Raddampfer MEISSEN: Vergnügen für die Passagiere – gefahrvolle Arbeit für die Mannschaft

Der Raddampfer MEISSENAuch wenn die MEISSEN schon 1881 gebaut wurde, können sich die Besucher überall umschauen: am offenen Deck, in den Salons für Fahrgäste im Rumpf des Schiffs, aber auch unten im Maschinenraum.

Oft, wenn eine Technik in der Arbeitswelt veraltet ist, übt sie im privaten Leben eine besondere Anziehungskraft aus. Die Dampfschifffahrt war im 19. Jahrhundert für einige Jahrzehnte das schnellste Verkehrsmittel – bis die Eisenbahn eingeführt wurde. Von da an gewann die Langsamkeit, das gemächliche Fahren auf Flüssen und Seen in schönen Landschaften, an Reiz. Ausflüge mit dem Schiff wurden ein beliebtes Vergnügen für die ganze Familie und machten die Raddampfer zu Pionieren des Massentourismus.

War es oben an Bord hell, luftig und erholsam, so sah es unten im Heizraum ganz anders aus: Bei schlechter Beleuchtung und Belüftung, bei großer Hitze, bei Staub und Lärm schleppte der Trimmer unentwegt die Kohlen heran, mit denen der Heizer die Kessel befeuern und immer wieder von Schlacken und Asche befreien musste. Kein Wunder also, dass es in dieser menschenfeindlichen Umgebung oft zu Unfällen kam, dass schwere Krankheiten wie Tuberkulose auftraten und Selbstmord so manchen als der einzige Ausweg erschien.

Etwas leichter – aber dennoch in vieler Hinsicht belastend – war die Arbeit des Maschinisten. Als Facharbeiter beaufsichtigte er im Heizraum den Dampfdruck und den Wasserstand der Kessel, um die gefürchteten Kesselexplosionen zu vermeiden. Er hatte für den reibungslosen Betrieb sämtlicher Maschinen zu sorgen, das heißt, er musste sie ständig schmieren und instand halten. Zudem trug er die Verantwortung für die sachgerechte Arbeit und die Sicherheit des Feuerpersonals. Seine Anweisungen erhielt der Maschinist über ein Sprachrohr vom Kapitän hoch oben auf der Schiffsbrücke. Die Verbindung des Kapitäns zu dem Mann am Steuerrad ganz achtern lief über Hand- und Klingelzeichen.

Niedrige Brücken waren kein Hindernis für die MEISSEN: Ihr hoher Schornstein konnte mit einer Kippvorrichtung nach hinten umgelegt werden.



Lageplan

Interaktiver Lageplan

Interaktiver Lageplan
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