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11. Die Hemmung

11. The Escapement

Die ersten mechanischen Uhren besaßen eine Spindelhemmung. Spätere Entwicklungen, wie die Zylinder- oder die Ankerhemmung, ließen das Räderwerk schon gleichmäßiger laufen. Beide beeinträchtigen jedoch das freie Schwingen der Unruh, das für einen gleichmäßigen Gang unerlässlich ist.

Die später sogenannte Chronometerhemmung entstand im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts aus einer Kombination englischer und französischer Konstruktionsansätze. Wie bei vielen revolutionären Innovationen ist ihre Grundidee schlicht: Ein geniales Zusammenspiel von Gangrad, Unruh und Gangfeder hebt die störenden Einflüsse auf die Schwingung der Unruh nahezu auf. Trotz ihrer funktionell einfachen Konstruktion war für ihre Herstellung – vor allem der Gangfeder – große Erfahrung erforderlich. Nahezu alle modernen Chronometer verwenden die Chronometerhemmung. Früher nannte man sie auch »Federgang«.

Wie so oft, gibt es auch Ausnahmen: Insbesondere in Deutschland wurden auch Chronometer mit Wippen- und mit Ankerhemmung entwickelt.

Bei der Chronometerhemmung wird das Gangrad durch den Ruhestein in der Gangfeder aufgehalten, während die Unruh frei und ungebremst vom Räderwerk ihre Schwingung ausführen kann. Im mittleren Durchgangspunkt der Schwingung erfolgt der sie antreibende Impuls, indem ein Zahn des Gangrades auf den Impulsstein in der Heberolle der Unruh trifft.

Clocks had been equipped with verge escapements from as early as the Middle Ages. Their regularity was improved with the introduction of the helical escapement. Both versions, however, impaired the free movement of the balance wheel, which is necessary for a regular action.


The so-called detent escapement was created in the last third of the Eighteenth Century from a combination of English and French construction ideas. As with many revolutionary innovations, the basic principle is simple: It is just a genial interaction of escape wheel, balance and detent spring that avoids almost any influence on the oscillation of the balance wheel. Although the design was relatively simple, its construction required a lot of experience, especially as regards the detent spring. Almost all modern chronometers use a detent escapement.


As is so often the case, there are also exceptions. Chronometers with pivoted lever and lever escapement were also developed - particularly in Germany.

In a detent escapement, the escape wheel rests on a locking stone in the detent spring allowing the balance to move freely and without friction from the wheels. The driving impulse is given half-way through an oscillation when a tooth of the escape wheel makes contact with the impulse-pallet of the impulse roller in the balance wheel.
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Hemmungsmodell mit Wippe. Schülerarbeit aus der Uhrmacherschule in Altona.

Model of detent escapement with sliding gear. Made by a pupil at the clockmaking school at Altona.


Es gibt keine freie Hemmung, wo die Kraftübertragung auf den Gangregler besser justiert werden kann! Der Feinsteller kann hier Fall, Hebung und Ruhe, sowie die Vorspannung der Gang- und Goldfeder optimal einstellen (Franz Sternberg, Chronometermacher und letzter Inhaber der Fa. Theodor Knoblich, Hamburg

There is no free escapement where transmission to the regulator can be better adjusted! It allows the optimal adjustment of the drop, lift and lock as well as the pre-winding of the spring. (Franz Sternberg, Chronometer maker and last owner of Theodor Knoblich & Co. in Hamburg)



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