
Man glaubt, auf einer wirklichen Schiffsbrücke zu stehen, wenn man von der Schiffsbrücke im Deutschen Schiffahrtsmuseum auf die Außenweser schaut. Der Fahrstand im Zentrum stammt aus dem bekannten Seebäderschiff WAPPEN VON HAMBURG, das 1965 bei den Howaldtswerken in Hamburg gebaut wurde. Es war bis 2007 in der Helgoland-Fahrt eingesetzt. Der Fahrstand zählt zu den noch voll-mechanisch aufgebauten Schiffsbrücken. Heute sehen solche Arbeitsplätze anders aus, denn die digitale Technik hat auch hier Einzug gehalten. Beispiele dafür sind die Geräte neben dem Fahrstand: Der ATLAS "Radarpilot" ist mit der elektronischen Seekarte, dem ATLAS "Chartpilot", einem GPS- (Global Positioning System) und einem AIS- Gerät (Automatic Identification System) vernetzt. Das Gesamtsystem erlaubt damit nicht nur die einfache und rasche Ansprache von Radarechos. Auch die Position des Schiffes und die Daten anderer Schiffe in der Nähe lassen sich ablesen, und dank des vollautomatischen "Plottens" können die Daten – Kurs, Fahrt und Position des Schiffes – ständig mitgeschrieben werden. Diese Geräte sind in Betrieb und werden jeweils zur vollen Stunde vorgeführt.