Veranstaltungen
08. Juni – 09. Juni 2013
Lange Nacht der Kultur. Eine Nacht im Deutschen Schiffahrtsmuseum
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18. Juni 2013
Schöne Grüße aus Singapur: Seefahrt und Familie. Eröffnung der Sonderausstellung
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Schatzkammer
Glanz für die Tafel und für den Ruhm
In der Schatzkammer des Deutschen Schiffahrtsmuseums sind zum Teil sehr kostbare silberne Stücke zu bewundern: »maritimes Silber«. Der Begriff umfasst alle Gegenstände aus Silber, die im Zusammenhang mit der Seefahrt stehen (»maritim« ist aus dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet »zum Meer gehörig«).
In der Passagierschifffahrt verlieh reichhaltiges Tafelsilber den Mahlzeiten einen festlichen Glanz. So führte der Norddeutsche Lloyd nach englischem Vorbild auf deutschen Passagierschiffen in den 1850er Jahren das Tafelsilber ein, zunächst waren es schlichte Biedermeier-Bestecke und -gefäße. Um auch das an großen Komfort gewöhnte Publikum anzulocken, ging man zu Beginn der 1880er Jahre dazu über, die 1. Klasse der Schiffe dem Luxus der großen Hotels anzupassen, und dabei wurde auch das Tafelsilber prunkvoller gestaltet.
Aber auch vielerlei Auszeichnungen, Ehrengeschenke und Schmuck für Mitglieder der Crew wurden aus Silber gefertigt. So ließ der Bruder von Kaiser Wilhelm II., Prinz Heinrich von Preußen, den silbernen Eddystone-Leuchtturm als Ehrengabe für Kapitän Willigerod anfertigen, der 1896 geehrt wurde, weil er als erster deutscher Kapitän zum 200. Mal eine Atlantik-Rundreise erfolgreich beendet hatte. Das Präzisionsmodell zählt zu den frühesten Nachbildungen von technischen Spitzenleistungen – einem ganz neuen Gebiet für die damaligen Künstler.
Während die Kapitäne und Offiziere vorwiegend mit dekorativen Gegenständen geehrt wurden, die sie in ihrem »Prahlschrank« ausstellen konnten, schenkte man allen Anderen zumeist silberne Gebrauchsgegenstände.
Die Herstellung der Silberteile hing vom Anlass und der benötigten Menge ab: Repräsentative Einzelstücke kamen aus den Werkstätten mittelständischer Meisterbetriebe, die die maritimen Motive im 19. und 20. Jahrhundert für sich entdeckten. Größere Serien hingegen wurden in industriellen Großbetrieben hergestellt.
Forschungsschwerpunkt
Forschungsschwerpunkt II
»Die deutsche Schifffahrt in den 1920er und 1930er Jahren im Spannungsfeld von Kontinuitäten, Krisen und Innovation«
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Wissenschaftliche Verantwortung
Dr. phil. Dirk J. Peters
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Tel. 0471 48207 36
Fax. 0471 48207 55
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