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Altonas Blütezeit und ihr jähes Ende

Die Reederei Hinrich Dultz 1756–1807

Altonas Blütezeit und ihr jähes Ende
Dagmar Jestrzemski
Bremerhaven: Deutsches Schiffahrtsmuseum; Hamburg: Convent Verlag
Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Band 52

1. Auflage 2000, 239 Seiten, 82 Abbildungen, 21 x 27 cm, gebunden, mit farbigem Schutzumschlag, 1110 g
ISSN 0343-3625ISBN 978-3-934613-08-9
Vergriffen derzeit nicht bestellbar

Zum Inhalt

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als viele europäische Mächte Kriege führten, erlebte Altona im Schutze der Neutralität Dänemarks eine beispiellose wirtschaftliche Blütezeit. Die Kontinentalsperre Napoleons mit der totalen Elbblockade beendete diese Erfolgsphase der Reeder und Kaufleute abrupt.
 
Hinrich Dultz, ein aus ärmlichen Verhältnissen stammender Segelmachersohn (1735–1825), wußte die Aufschwungphase besonders gut zu nutzen und baute aus einem kleinen Handelsgeschäft eine Großreederei auf, die auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs 17 Schiffe besaß, zwei Werften betrieb und sich neben der Handelsschiffahrt auch im Walfang engagierte. Unter seinem Namen firmierte die größte Reeperbahn Altonas, und für länger als ein Jahrzehnt, von 1781 bis 1793, war Dultz der bedeutendste Reeder in Altona. Er hatte sich im Kreis der älteren Traditionshäuser wie van der Smissen, Linnich, Baur, de Voß und Matthiessen an die Spitze gesetzt.

Die Kontinentalsperre bereitete dem Dultzschen Unternehmen ein jähes Ende. Hinrich Dultz starb im Jahre 1825 als armer Mann, an seine Glanzzeiten als »Wohltäter der Stadt Altona« konnte sich schon zu seinen Lebzeiten kaum noch jemand erinnern.

Erst in den 1920er Jahren hat ein Nachfahre, Emil Frithjof Krullberg, auf den Spuren seines Ururgroßvaters Dokumente gesammelt, die nun die Historikerin Dagmar Jestrzemski im Hamburger Staatsarchiv entdeckte und daraus eine umfassende und vielschichtige Darstellung eines der interessantesten Abschnitte der Altonaer Geschichte entwickelte.


Über den/die Autor/In

Dagmar Jestrzemski, Jahrgang 1955, ist Historikerin und lebt in Wedel bei Hamburg. Im Auftrag von Kommunen und Museen hat sie mehrere Ortschroniken verfaßt. Über die Geschichte der Wedeler Schiffahrt veröffentlichte sie ein zweibändiges Werk.