
Klaus
Bösche, Karl-Heinz Hochhaus, Herwig Pollem, Jürgen Taggesell
u.a. (Hrsg.)
Dampfer, Diesel und Turbinen
Die Welt der Schiffsingenieure
Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums,
Band 64
Convent Verlag, Hamburg
2005, 592 Seiten, mit 410 Abb., zum Teil
farbig, Großformat (21 x 27 cm), in Kunstleinen gebunden, mit farbigem
Schutzumschlag, 2100 g
EUR 79,00
ISBN 978-3-934613-85-0
Zum Inhalt:
Bis zum heutigen Tag stehen vor allem
die nautischen Berufe als Synonyme für »Seefahrt«. Für
einen Beruf ausgebildet zu sein, mit dem die breite Öffentlichkeit
häufig gar keine oder falsche Vorstellungen verbindet, hat schon so
mancher Schiffsingenieur bedauert. In der deutschen Fachliteratur findet
sich keine technikgeschichtliche Darstellung des Zusammenhangs zwischen
der Entwicklung der Schiffsbetriebstechnik und der des zivilen deutschen
Schiffsingenieurwesens.
Um diesem Umstand abzuhelfen, gründete
sich im Jahr 2001 am Deutschen Schiffahrtsmuseum ein Arbeitskreis, der
als Ergebnis seiner Arbeit mit diesem Werk eine umfassende Dokumentation
über den Beruf des Schiffsingenieurs vorlegt.
Da sich die Entwicklung des Berufsstandes
des Schiffsingenieurs parallel zur Weiterentwicklung der Schiffsbetriebstechnik
vollzogen hat, wird auch dieser technikgeschichtliche Aspekt ausführlich
behandelt. Die Autoren beschreiben anschaulich die technischen Anlagen,
die Ausbildung und die Ausbildungseinrichtungen, das Leben und den verantwortungsvollen
Dienst an Bord unterschiedlichster Schiffstypen mit verschiedenartigen
Antriebsanlagen. Schlaglichtartig beleuchten sie herausragende Leistungen
von Schiffsingenieuren und schließen auch unterschiedliche Tätigkeiten
in Landstellungen mit ein.
Die Entwicklung des Berufsstandes wird
von kompetenten Vertretern der Schiffsbetriebstechnik dargestellt. Die
überwiegende Zahl der mehr als 30 Autoren ist im Besitz des höchsten
deutschen technischen Befähigungszeugnisses zum Schiffsingenieur C6
bzw. CI. Es kommen jedoch nicht nur Schiffsingenieure zu Wort, die ihren
Beruf ausschließlich an Bord ausgeübt haben, sondern auch solche,
die nach mehrjähriger Seefahrtzeit in eine Landstellung gewechselt
sind.
Den Autoren, die sich auf langjährige
Erfahrungen an Bord, aber vielfach auch in der Lehrtätigkeit stützen
können, gelingt es, die 200jährige Entwicklung ihres Berufsstandes
und der Schiffsbetriebstechnik in leicht verständlicher Form darzustellen
und durch zahlreiche Abbildungen zu veranschaulichen. Mit dem vorliegenden
Buch ist es dem Autorenkreis zugleich gelungen, den Berufsstand des Schiffsingenieurs
aus dem Schatten heraustreten zu lassen und die durch Schiffsingenieure
erbrachten Leistungen angemessen zu würdigen.
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