
Jens
Jacob Eschels
Lebensbeschreibung eines alten Seemannes
Von ihm selbst und zunächst für
seine Familie geschrieben
Herausgegeben von Albrecht Sauer
Convent Verlag, Hamburg
2. Auflage 2006
380 S., mit 21 Abb., gebunden, mit farbigem
Schutzumschlag, 14,5 x 22 cm, 550 g
EUR 19,90 ISBN 978-3-86633-003-0
Zum Inhalt:
Die Lebensbeschreibung von Jens Jacob
Eschels liest sich fesselnd wie ein Roman und hat dabei den Vorzug, reale
Lebens- und Arbeitsverhältnisse (des 18. Jahrhunderts) wiederzugeben.
Sie ist zudem eine der frühesten deutschen Kapitänsautobiographien
überhaupt, weshalb das Deutsche Schiffahrtsmuseum nun in zweiter Auflage
einen unveränderten Nachdruck der erstmals 1995 erschienenen und bereits
nach kürzester Zeit vergriffenen Edition der Memoiren vorlegt.
Eschels, der 1769 im Alter von elf Jahren
in Amsterdam zum ersten Mal eine Heuer sucht, arbeitet sich im Laufe seiner
fast dreißigjährigen Fahrenszeit mit Tatkraft und Ausdauer bis
zum Kapitän hoch. Neugier und Erlebnishunger führen ihn auf niederländischen,
dänischen und deutschen Schiffen in alle wichtigen Gebiete des damaligen
Seehandels – von Grönland, Spitzbergen und Archangelsk über Nordafrika
und die Levante bis nach Westindien. Nur Fahrten nach Indien und China
bleiben ihm versagt.
In den Wirren der Koalitionskriege und
den dadurch bedingten Unsicherheiten der Handelsschiffahrt gibt Eschels
als Vierzigjähriger die Seefahrt auf und wird mit den erworbenen Mitteln
Kaufmann, Fabrikant und Reeder.
Seine detailreiche Schilderung enthält
nicht nur eine Fülle von Informationen zur Schiffahrt, zum Alltagsleben
und Denken seiner Zeit, sondern fesselt den Leser auch durch ihre lebendige
und lebensnahe Sprache.
Der Autor:
Jens Jacob Eschels wurde 1757 als ältestes
von drei Kindern einer mittellosen Föhrer Seemannsfamilie geboren.
Wegen seiner Kenntnisse in der Steuermannskunst konnte er schon mit 24
Jahren als Kapitän ein Altonaer Schiff übernehmen. Nach seiner
Fahrenszeit wirkte er von 1798 bis zu seinem Tod im Jahre 1842 als Fabrikant
und Reeder in Altona. 1835 schrieb er – zunächst ohne Veröffentlichungsabsicht
– für seine Kinder und Enkel seine Lebenserinnerungen nieder.
Als Herausgeber und Bearbeiter des Buches
fungiert Dr. Albrecht Sauer, wissenschaftlicher Leiter der Bibliothek des
Deutschen Schiffahrtsmuseums und dort zudem zuständig fürdie
Forschungsbereiche Schiffahrt in der Frühen Neuzeit sowie Navigation
und Gezeitenforschung.
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