Fischerei: Erste Fischdampfer unter deutscher Flagge

Im Februar 1885 lief mit der SAGITTA der erste deutsche Fischdampfer von Geestemünde (heute ein Ortsteil Bremerhavens) zu seiner Jungfernfangreise in die Nordsee aus. Zuvor bestanden deutsche Fischereiflotten ausschließlich aus Fahrzeugen der besegelten Seefischerei, die in den küstennäheren Gewässern der Nord- und Ostsee und in den Flußmündungsgebieten fischten.

 Ökonomische Voraussetzung für den Bau der ersten Fischdampfer war ein Absatzsystem, das fähig war, die große, schnell verderbliche Anlandungsmenge eines solchen Schiffes schnell zum Endverbraucher zu befördern. Mit der Fertigstellung der Eisenbahnstrecke Bremen-Geestemünde im Jahr 1861/62 war diese Vorbedingung erfüllt. So landeten ab 1882 bereits englische Fischdampfer in Geestemünde ihre Fänge an und verkauften sie an den lokalen Fischhandel. Diese Fischhändler, wie Friedrich Busse waren es schließlich, die die ersten deutschen Fischdampfer bauen ließen.
 
 


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